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Druck der Flugschriftenlittcratur im Geheimen.
^Siebentes
— unter dem Namen seines Sohnes Jakob und seines Gesellen Niko-laus Wydamer (Weidener); uuter des letztern Namen geht allerdingsauch eiu Originaldruck. Wenig mag von derartigen Nachdrucken erhal-ten geblieben, oder als solche jetzt noch erkennbar sein. Wenn aber inLeipzig eine hausierende Frau 1523 das Luthersche Neue Testament für15 Groschen Gulden) ausbot, dasselbe in Meißen um dieselbe Zeitvor dein „Freiburger Keller" auf dem Domplatz für 20 Groschen (1 Gul-den) verkauft wurde so darf mau darum, gegenüber dem sonst ange-führten üblichen Preis von 1^2 Gulden, nicht gleich an Nachdrucks-exemplare dcukeu. Der Nachdruck Adam Petri's konnte kaum seinen Wegnach Sachsen gefunden haben. Feststehende Ladenpreise aber gab es janoch nicht, und Lotters Agenten und Hausierer mochten je nach Gelegen-heit mit größerm oder geringerm eigenen Verdienst verkaufen. In Nürn-berg müssen außer den namhaften, zahlreiche kleine und unbedeutendeDrncker den Nachdruck Lutherscher Werke eifrig betrieben haben. Abge-sehen von dem lebhaften Verkehr in der Stadt und Nachbarschaft, be-zogen von hier die Buchführer von Franken und Thüringen , ja einemTeile Schwabens und Böhmens , ihren Bedarf und besuchten von Zeitzu Zeit die alte Reichsstadt, um hier ihre litterarischen Vorräte zu ver-vollständigen. Denn die Schriften aller Sekten und Parteien wurdenhier gedruckt, und kaum an irgendeinem andern Orte Deutschlands fan-den sich so bedeutende Lager, namentlich der theologischen Tageslitteratnr.Schon 1517 wurde dem Hieronymns Hitzel verboten, „in behemischerGezung gar nichtzt mer zu drucken", und noch in demselben Jahre dasGesuch des jungen Kaschauer abermals abgelehnt, „die Bibel und anderpucher in Behemischer sprach allhier drucken zu lassen und darbei statlichuudersagt, wo er darüber am rath mit weittern ansuchen oder für-schriffteu überziehen werd, will man im von Hinnen wehsen". Im Ok-tober 1524 kam Heinrich Pfeiffer , zuweilen auch Schwerdtfeger genannt,der spätere Statthalter ThoMas Münzers in Mühlhausen, von dieserStadt nach Nürnberg und ließ hier des letztern Schriften drucken. WenigeTage später ließ sich ein fremder Buchführer aus Mellerstadt ebenfallseine Münzersche Flugschrift ohne Wissen des Rats und von diesem un-besichtigt drucken; derartige von vornherein bedenklich erscheinende Sachenwurden, um sie durchzuschmuggeln, mit andern zusammen verheftet undverkaust." Unterm 27. Juni' 1526 wurden die nürnberger Buchdrucker