Kapitel.)
Fortgesetzte Prcszbedrückungen.
645
Rügens , des Verleumdend, der Verbreitung falscher Gerüchte und derAngeberei nebst Kommentaren an den Kardinal Spada, an welche Aus-führung sich dir Frage knüpft, ob die Ausüber dieser Kunst auch dieHohe Messe lesen dürfen. Daran reiht sich eine ^xcx-Älz^sis ^ösuitios,,ferner die angeblich von einem Jesuiten beantwortete Frage, ob dieliUös Vsnsi'sg, wahrhaftig und geschichtlich eine französische oder spa-nische Krankheit gcuannt werden müsse, und endlich ein Buch über diespanische Tyrannei.
Am 28. Januar 1628 wurde Jakob August de Thou's (geb. 1533 inParis uud gestorben 1617) Geschichte seiner Zeit (von 1543 bis 1607)als sehr schmählich und ärgerlich in der- deutschen Ausgabe des frank-furter Perlegers Peter Kopf konfisziert, weil die Läitio xrincsxs inParis verboten worden war. Das Werk dieses gelehrten und hochge-achteten Pärlamenrspräsidenten und Bibliothekars Heinrichs IV. waruugehindert zwanzig Jahre lang in Deutschland und noch länger in Frank-reich verkauft worden. Am 27. März 1629 befahl der Kaiser dem Hagen weiter, „in og-taloguro, librornm uur zwo clg-ssös als 1, L^lioliooruiuiwn tame» sul» lÄuI« ?oiit,itioim'um, nti Qaotsiius t^ctum; ^.vu,-tdolioorulli aber hernacher ohne absonderliche Specification der Calvi-nischen zu bringen und zu setzen, 8sng.tni aber, ihm die hülffliche Handtzu bieten". Bisher hatte die protestantische Theologie vor der katho-lischen gestanden. Der Rat gab sofort nach und erhielt für seinen Ge-horsam eiu Bclobungsschrcibeu vvn Hage«. Jetzt bleibt uur noch übrig,sagt er in demselben am 6. April 1629, daß die Calvinistischen Theologengar nicht 'mehr aufgeführt werden. Wenn es gegen die Reformiertenging, so frohlockten natürlich die Lutheraner; sie gönnten jenen wo-möglich noch Schlimmeres, als den Katholiken.
Daneben war der kaiserliche Hof jedoch nicht müßig, zur Durchfüh-rung seiner Pläne auch noch direkt eilten Druck auf kleine Reichs-ständc, uud namentlich auf die Reichsstädte, auszuüben. Während esiil Frankfurt in Bezug auf das Hinaufschrauben der Zahl der Pflicht-exemplare still war, versuchte der Kaiser z. B. am 28. Januar 1625den Rat von Köln zu einer Anweisung an die dortigen Buchdrucker undBuchhändler zu drängen, dem kaiserlichen Patent zufolge vier Exemplarevon jedem privilegierten und eins von jedem neugedruckten Buch an diekaiserliche Bibliothek zu liefern. Namentlich aber scheint es der schwäbische