Kapitcl.Z Neue außerordentliche Kommission. Schritte der Buchhändler. ggZ
dic Endtcr in Nürnberg , die etwa in ihrem eigenen Interesse dieSache angeregt haben könnten uud eine eigentümliche Rolle spielen, istnicht zu entscheiden. Sicher ist daß der „Blauwischcr Gemeiner", überden die frankfurter Buchhändler 1071 sich beklagen, daß er „fast diegrößte Vngelegenheit des Buchhandels halben am Kays. Hoffe zu wegengebracht" °, kein anderer ist, als eben dieser Alexander Harttung; undauffälliger Weise war er gerade ein geborener Holländer.
Von Wien aus wurde denn auch mit sehr freundlicher Bereitwillig-keit eine außerordentliche Kommission, bestehend aus dem ReichshofratNiklas Christoph von Hünefeld nnd dem kaiserlichen GeneralfiskälPhilips Ludwig Arbogast, eingesetzt; sie hatte den Auftrag, in der näch-sten Ostcrmessc die Buchbändler vorzufvrdern und von ihnen gründlicheInformation über diesen ihre« Borschlag einzuziehen.
Jedenfalls war die Kunde von dem, was bevorstand, bereits in diebeteiligten Kreise gedrungen. Schon vor Beginn der Verhandlungenkamen die Bedrohten bei dem frankfurter Rate um Beistand ein. Sodie Buchdrucker in einer Eingabe vom 8. April 1669, unterzeichnet vonDaniel hievet ^'uu., Johann Georg Spörlin, Johann Georg Walther ,Johann Görlin, Hieronymus Polich, Paulus Humm, Henrich Frieß,Johann Gottfried Kempffer, dem gräflich Hananiscben Buchdrucker JakobLasche, Johannes Änchcnbeckcr, Blasins Jlßner, dem kurf. maiuzischenBuchdrucker Christoph Küchler und Markus Gloß von Würzburg . Schouvor einem Jahre, sagen sie, seien verschiedene ausländische und einhei-mische Buchhändler privatim zusammengetreten, um der ihrer Meinungnach iu Fraukfurt eingerisscncu Unordnung im Drucken und Verlegen zusteuern, uud bei dem Rate darum eingekommen, daß den Buchdruckern nichtverstattet sein sollte, Bücher zu verlege». Sie, dic Buchdrucker, hättenschon damals hiergegen protestiert. Jetzt wären aber die Buchhändlervon dein Rate abgesprungen Und hätten sich direkt an den Kaiser ge-wendet. Der Rat möge nun für dic Buchdrucker eintretcu, damit dieerscblicbeue Kommission nicht zu ihrem Schaden nnd ohne sie zu hören vor-gehe. Eine andere Eingabe machten Dan. Fievet und Joh. Bapl. Mäherim Namcu der ausländischen Buchführer, Buchdrucker uud Buchbinder.
Ihnen folgten am 13. April mit einem kurzen Schriftstück die hol.ländischcn Buchhändler Joachim Nosche von Amsterdam , Johann FriedrichHaagen von Aruhcim, Andreas Fries von Amsterdam , Peter Hack von