Erläuterung der graphischen Tafeln.
Bücher in einer besondern Rubrik zusammenzustcllcu. Aber auch dann nochsahen manche Verleger und manche Schriftsteller den Titel ihres bevorstehen-den Werkes lieber in den Reihen der erschienenen als der künftig erschei-nenden Bücher. Dazu kommt noch, das; auch mauche Werke wiederholt iu dieKataloge nufgcuommcu wurden, ohne das; es sich nm neue Auflagen handelte.Kurz, die Ziffern müssen einigermaßen in Bausch und Bogen verstandenwerden. Da aber ziemlich die gleiche» Störunge» Jahr für Jahr eingetretensein werden, so wird das relative Verhältnis im Ans- nnd Absteigen der Zif-fern doch ein leidlich richtiges Bild geben.
Nur Ein Umstand musz noch iu Betracht gezogen werden. Die Meß-katnlogc gaben in erster Linie ein Verzeichnis des am Mcßortc znr Stellebefindlichen Büchcrmatcrials oder der von den anwesenden Buchhändlern ein-gesandten Titel. In jirjegSzcitcn aber, wo die Straßen unsicher oder ge-radezu unpassierbar waren, mußten Mauche von den Messen fortbleiben, anchwenn sie Werte verlegt hatten, die sie hätten znr Stelle bringen können.Diese fehlten min im Katalog. Auf diese Weise haben wir meines Erach-tcns z. B. den kolossalen Abfall im Jahre zu erklären. Daß die ge-
samte verlegerischc Thätigkeit wirtlich in diesem Jahre in dem Maße herunter-gegangen sein sollte, wie cS die Ziffern des Meßkatalogs ergeben, halte ichfür eine bare Unmöglichkeit. Aber der Meßverkehr war in diesem Jahreder Kricgslciuftc wegen auf ein Minimum reduziert.
Wir dürfen es wohl für möglich hatten, daß es noch einmal gelingt,auch für die frühern Jahrhunderte ein vollständiges Verzeichnis der in jedemJahre in Deutschland gedruckten Bücher herzustellen, wie dies ja bis zum Jahrs15>l)0 auuäherud bereits von Hain geschehen ist. Ein solches Verzeichnis wirddann eine viel sicherere (Grundlage abgeben, als der Mcßkatalog, und auf ihmwird dann eiuc ncne nnd zuverlässigere Statistik des gesamten Buchhandelsnnd Buchdrucks aufgebaut werden können, während die gegenwärtige wesent-lich mir den Meßvcrlchr darzustellen vermag.
Auch das wolle man beachten, daß das Jahr des „t!ockex nunäinariuk"von Michaelis bis Michaelis geht, also sich nicht mit dem Kalenderjahredeckt, ferner daß jedes Buch als eine Einheit gilt, mag es nun eine Broschürevon einem Bogen, mag es ciu mehrbändiges Werk in Folio sein, mag es iuTansendcn von Ercmvlarcu gedruckt sein, oder in wenigen Hunderten.
Nach diesen nötigen Reserven^ wollen wir jetzt kurz die einzelnen Tafelnins Ange fassen.
" Natürlich treten hierzu mich noch die Uugeuauigteiteu in der Ausarbeitungdes „<^o>>ex numlinni'ius". Selbstverständlich mnß man Nachsicht üben, wo eSsich nin Hunderttansende von Zahlen bandelt, aber der„<^ocki?x" ist wirtlich oft rechtslnchtig gearbeitet und nngeucm korrigiert. Als ciu Beispiel häufig vorkommender