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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
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812
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Quellennachweise und Anmerkungen.

vier Jahre mit Versuchen »ud Verbesserungen verbrachte. Zudem darf man nichtaußer Acht lassen, daß Fust wie jeder andere Kapitalist sein Geld erst dann in dieneue Erfindung gesteckt haben dürfte, als er sich von deren Vollendung und Lcistnngs-fähigkeit überzeugt hatte, daß aber von den ersten Proben bis znm Abschluß desVerträges sehr leicht noch einige Jahre vergangen sein könnten.

ZZ) Von der Ziinmernschcu Chronik über die Erzbischöfe von Mainz bis 1S55befinden sich sechs verschiedene Handschriften in Mainz, Weimar , Pommersfeldc,Miltenberg und Wolfenbüttel . Das Exemplar in der Mainzer Stadtbibliothek ge-hörte früher den dortigen Augustiner-Eremiten, wurde während der FranzösischenRevolution von dort verschleppt, kam dann nach Ansbach , später an einen frank-furter Antiquar und wurde von diesem durch Prof. Dr. Julius Grimm in Wies-baden angekauft, der es am 6. Oktober 1676 der Mainzer Stadtbibliothek schenkte.Ein zweites Exemplar gehört dem dortigen Altertumsvereine. Zu der obigen An-gabe Aimmerns befindet sich in jenem Exemplar der Zusatz:Hans Gndenbergwohnt in der Algesheimer Bursch (dur8k)", der weder im weimarschen angeblichenOriginal, noch in der wolfcübüttcler Handschrift steht. Die übrigen Handschriften inMiltenberg und Pommersfeldc hat der Verfasser nicht verglichen.Zum Alges-heimer" ist ein großes Hans mit Hofraum hinter der St. Christophskirche undwar im 14. Jahrhundert das Familienhaus der Patricier dieses Stammes. NachEroberung der Stadt durch Erzbischof Adolf (l462) wurde es nnr den übrigenPatricierhäusern eingezogen und von ihm einem seiner Anhänger, Ludwig von Lich-tenberg, als ein Burglehn, 1463 aber auf Lebenszeit übertragen. Im Jahre 1478schenkte es Kurfürst Diether seiner neuen Universität als Burse oder Kolleg. Nun-mehr erhielt es den Namen diegroße Burfe", und es fanden hier die Versamm-lungen der Universität statt. Man nannte das Haus auch dasKolleg zum Alges-heimer". 1562 übergab es Kurfürst Daniel den in die Stadt aufgenommenenJesuiten . Daher heißt es in der ersten Stadtaufnahme von IS66 das Kollegiumzum Algesheimer, die Jesuitenbnrsch. iSchaab, Geschichte der Stadt Mainz . I, 440.)Das Gebäude liegt an der Ecke der hintern Christophsgasse und des Christophs-gäßchens Dit. 0. Nr. 380'/,, neue Nr. 3, gegenüber dem Jnvalidenhause, nimmteine Grundfläche von 638,7« HZM. ein und dient allen möglichen Geschäften. DieKeller sind zum Teil an große Weinhandlungen vermietet. Groß genug sind dieRäumlichkeiten für mehrere Druckereien. Die Angabe des Mainzer Abschreibersklingt also durchaus nicht'unwahrscheinlich.

zz) Naxnura luinsn so lautet wörtlich die betreffende Stelle des im Texteangeführten Briefes novorum librarioruw xsnus o-ttulit yrw8 i»c>st>rg, ms-moris, (siout <zuiZ»m ec^uus ?rojg,nus) yvioizüs vsrsus süuclit Ksrmsnis. ?sr-uvt sllim illilz, Iiaut sgio) prooul s, oivita.ts NÄAunti»,, ^oaollsm Husoüsin (sio)tuisss, cui oo^lloinsQ Lonsmontaiio, hui xrimu8 omoium imxrs88oris,m krtsmsxc!0Aitg,vsrit>, qus, uov oslamo, (ut xri8vi quiäsm illi) ns^us psung. (ut, vosün^imusl 8scl »srsis littsris libri üv^nntur, st «zuicism sxxsclits, xolito ö>,xuledre. OiAllus saus uio vir suit! c^usm oinnss Nu8g,s, omris8 artö8, oiullss-v^us sorum linAug^e, gui Iidri8 äslsewuwr! äivivi8 I^uäibu8!ius orusiit, soqusm»Ki8 Oiis Osadu8^>is antexonat! . . . ^t^us ut xrims Osrs8 unoo glsdsm6imovit sratro, xrima cke<Zit kruKS8 aliinsut^ inioia terri8. ^.d LonömoQts»