828 Quellennachweise und Anmerkungen.
ist hier nicht näher einzugehen. Nur die Signete einiger der berühmtesten Firmennud solcher mit deutschen Namen mögen erwähnt werden.
Aldns Manutius in Venedig führte einen Anker, um den sich ci>. Delvhinwindet; er beklagte sich, daß ihm alles, sogar das Signet, nachgemacht werde, undin der That finden ivir noch bei einem pariser Drucker im 17. Jahrhundert, Rob.Coulombcl, das Zeichen des Aldus. Die Giuntci bedienten sich der Lilie vonFlorenz , auch in ihrer Niederlassung zn Lyon, und auch dieses Symbol fand denBeifall verschiedener Nachahmer. — Gabriel Giolito dc Ferrari in Venedig, nm1556: aus einer mit den Initialen bezeichneten Vase steigen Flammen auf, überdenen Phönix uud Spruchbänder mit Oo Ii>, inis, worte otsrM vitn. i vivv nnd:Asmpor ssclom.
Wolfgang Hvpyl in Paris , 1489—1517: ein von zwei Bären gehaltener Schildmit einer Eiche, einem Kranich und dem Mondgramm, danun reiches gotischesBlatt- und Blumeuwcrk, Umschrift: Ve-nug raurisrs vivit sto. Auch zwei .großedurch Ketten verbundene Reifen von Adlern gehalten, über dem obern eine Kronc. —Ludwig Horncken in Paris, 1511—1512, der Associe Gottfried Hittorvs in Köln ,von 1513 bis 1523 in Leipzig: das Wappen Kölns von Löwe nnd Greif gehalten,auf zwei Spruchbändern: O tslix Oolonia und I^oäoviov8 Loi-nKen. — Thiel-mcm Kerver in Paris, 1497—1522: Schild mit Monogramm und Hausmarke voneinem oder zwei Einhornen gehalten. — Jacques Kerver in Paris , 1535—1583:Monogrammschild an einem Postament, auf welchem eine Ähre zwischen zwei Häh-nen; auch ein Einhorn mit Schild. — Georg Mittelhns in Paris , 1484—1500:Herz mit Kreuz und Monogramm. — Berthold Rcmboit in Paris, 1491—1518:zwei Knappen halten einen Flammenstern, reiche Vegetation, Unterschrift: Lsildol-äu8 K.; auch eiue Monogrammscheibe, aus welcher das Jupiterzeichen empor-wächst. — Konrad Resch in Paris , 1513—1523: von zwei Drachen gehaltenerSchild mit dem Baselstab. — Dasselbe Wappen von einem Basilisken gehalten hatP. Bouchier in Bourges. — Geoffroy Tory in Paris , 1525—155V: eine zer-brochene Vase auf einem Buche stehend, Devise: 5lon plus. Dieses Signet findetsich iu den mannigfachsten Kompositionen. — Georg Wolf in Paris , 1489—1500:die Buchstaben des Familiennamens in einem G (gotisch), nus welchem ein geomctrisches Zeichen aufsteigt. Gebrüder Bering in Lyon, 1545—1552: zwei verschränkteHände, die einen Fingerring halten, in letzterm: Loo» tute; auch ohne die Händeund mit: Lins trancle. — Johannes Clein, genannt Schwab, in Lyon, 1478—1519: Schild mit Monogramm nnd Doppelkreuz von zwei Löwen gehalten. —Mathias Husz in Lyon, 1478 (?)—1/MZ: Schild mit Monogramm von einem wil-den Mann und einer wilden Frau gehalten, gotisches Blattwerk. — Jehan Trechselin Lyon, 1488—1498: schwarze Tafel mit den Initialen in einem Kreise mit Dop-pclkreuz. — Nicolas Wolf in Lyon, 1498—1512: schwarze Tafel, worauf weiß einherzförmiger Schild mit den Initialen.
Christoph Plcmtin in Antwerpen bediente sich am häufigsten nnd in vielfachenKombinationen des Zirkels mit der Devise: I^dors st vollstsuti^; doch kommtauch ein Weinstock mit dem Spruchbande: vdristus vsrs, viti8 vor, ferner einBaum, dessen Wasserzweige ein Mann kappt, mit dem Hexameter: ^xsi-os iinxsris,st rawos oorapesvL üusutes. — Ludwig l. Elsevier in Leyden, 1583—1617: ein