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lös ^ronasnaciss, sn v.n inot tontss Iss eliosss ^>1g,isir.Im siebzehnten Jahrhundert bekam das Wort sogar ganzbesonders den Sinn eines den Frauen gegebenen Festes,und man bediente sich der Wendung 6vrro.sr anx isnuiiksn,n <ZZ,6,6g.u nausic^us st äs <lariss.
So giebt der Ausgangspunkt des romanischen Wortesselbst Zeugnis für den richtigen Sinn feinfühligen Schenkens.
Wo die Region des Ernstes beginnt, wird überhauptdas Schenken ein Geschäft eigener Art. Es kommt derRegel nach nicht zwischen Gleichen vor, sondern geht ent-weder von oben nach unten als ein Gnadengeschenk odervon uuten nach oben als eine Huldigung. Letzteres über-wiegt. Darum schon ist es mit Vorsicht zu üben. Wereinem Gleichstehenden regelmäßig schenkt, kommt leicht inden Schein, sich um dessen Gunst zu bewerben. Daherdarf man den Frauen unbedenklich immer schenken, weildiese Bewerbung nie herabdrückt. Bekanntlich wird, nichtohne Fug, behauptet, kein Verhältnis zwischen zwei Men-schen beruhe auf völliger Gleichheit, und je gleicher ein-ander Zwei sind, desto eher kann eine Reihe mehrdeutigerHandlungen das Zünglein der Wage ins Schwankenbringen. Die kleinen Geschenke unterhalten die Freund-schaft, die großen können ihr gefährlich werden. Schenkenist nicht bloß ein Akt zärtlicher Aufmerksamkeit, es ist auchein Akt des Vertrauens. Scheuke nicht wo du fürchtenmußt, der Empfänger sehe darin eine Pflicht der Huldi-gung. Sofort wirst du sein Untergeordneter, und wo ernur Pflicht sieht, erntest du keinen Dank. Darum sollman sich auch nur sehr mit Auswahl auf das Schenken zuregelmäßige!? Terminen einlasfen. Die Vergangenheit bindetdie Zukunft, und die anmutige Freiheit wird verdrängt vonder steifen Pflicht.
Das älteste Schenken war zweifelsohne der Tribut.