Fugen des von ihm längst geräumten Staatsgebäudes sichverraten wird. Wie anders doch hatte man sich das ge-dacht! Welch ein Schreck fuhr den Leuten in die Glieder,als der Unentbehrliche eines Morgens, ohne alles Eingreifenhimmlischer Mächte, vom Schauplatz verschwand! Nichtbloß seine Anhänger, auch die Gleichgiltigen, ja viele seinerGegner übersiel es wie ein Grauen vor dem Unbekannten,dem unnötigerweise die Thore aufgethan würden, und siewarfen die Frage auf, ob es zu verantworten sei, daß mandem Manne, der die größte politische Autorität in der Weltbesaß und sie in den Dienst des Weltfriedens gestellt hatte,bei lebendigem Leibe zu den Toten werfe. Aber siehe da!Kein Sturm erhob sich, nicht die kleinste Welle kräuseltesich. Keinen Augenblick seitdem drängte sich die Versuchungauf, nach dem Steuermann zu rufen, den man gerade fürden äußeren Frieden als unentbehrlich angesehen hatte. Ja,die Wahrheit zu sagen: Deutschlands Beziehungen zu denanderen Nationen sind nnter Bismarcks Nachfolger besseregeworden, als sie es vorher gewesen. Die Welt sieht heutefriedlicher aus als jemals in den drei Jahrzehnten, währendderer der größte Diplomat seiner Zeit die auswärtigenAngelegenheiten des preußischen und des deutschen Staats-wesens leitete.
Sind wir damit die Fragen an die Sterne los ge-worden? So lange Sterne über den Häuptern der armenErdensöhne wandeln, wird auch der Quell der Fragen nichtversiegen. Heute weniger als jemals.