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eben so ehrenhaft und human, wie sein Gegner sich kleinund brutal zeigt. Er erklärt im Kriegsrat, lieber die ganzenVerhandlungen abzubrechen, als diejenigen, welche auf dieRepublik vertraut hatten, ihren Feinden Preis zu geben;er bietet sich selbst als Geisel und Kriegsgefangenen an,wenn der König den Klubisten freien Abzng gestatten wolle.Endlich vereinigt man sich zu einer Fiktion, welche beidenTeilen aus der Verlegenheit helfen soll. In der Kapitulatiouwird von den Patrioten nicht die Rede sein; da aber allenFranzosen freier Abzug verbürgt ist, so möge wer da wollesich mit der Masse davou machen, der König verzichtet aufeine Kontrole der Abziehenden. Allein es war schon dafürgesorgt, daß die Rache des Herrn nicht um ihren Fraßkomme. Was unter der Bedeckung der ersten Kolonnenmarschierte kam glücklich durch, aber die weiter hinten fol-genden Anführer wußten sich der Schutzbedürftigen nichtmit der nötigen Energie anzunehmen, die Haufen der ehe-mals Ausgetriebenen warfen sich nach Vergeltung lechzendauf die Klubbisten, und viele der letzteren wurden tötlichmißhandelt. In der Stadt ging es noch schlimmer her.Soldaten und Nolkshaufen übten Plünderung und Miß-handlung in allen Häusern, welche dafür gelteu mußten,Klubbisten beherbergt zu haben. Diejenigen der letzteren,welche auf höheren Befehl gefänglich eingezogen wurden,kamen deswegen nicht besser davon. Mit Stricken an ein-ander gebunden über die Rheinbrücke geführt, wurden sienoch bis nach Frankfurt hin den Angriffen des Pöbelspreisgegeben. Der harmlose, menschenfreundliche ProfessorBlau starb an den Folgen der an ihm verübten Rohheiten,ein neunzehnjähriges Mädchen wurde mit Gewehrkolben er-schlagen, weil sie in einem klubbistischen Liebhabertheatermitgespielt hatte, ihren beiden Schwestern gings ebenso.Männer und Frauen wurden in Menge nach den Festungen