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Laut der Anklage gegen die Personen und Zustände aus,welche das Unerhörte an ihnen verschuldet haben. Unddennoch geschah dies alles nicht bloß zu derselben Zeit, dader Kongreß in jener ewig denkwürdigen Erklärung dieunverjährbaren Menschenrechte mit so einfach schlagendenWorten vor den Augen beider Welten ausgebreitet hatte,sondern auf dem Boden selbst, dem jenes neueste Testamententsprossen war, und im ungerechten Krieg gegen edlenMannessinn. Soldaten wie Generale, die uns ihre Tage-bücher hinterlassen haben, würdigen weder ihr eigenes Recht,noch das der Sache, für die sie aus Kommando kämpfen,eines Wortes der Betrachtung, und sie reiben sich auf fürden Kriegsdienst, welchen die Finanzbedürfnisse fürstlicherAusschweifungen ihnen auferlegt haben, mit eben der Aus-dauer und eben der Treue, mit welcher sie ein anderesMal für den Herd und für die Unabhängigkeit des Vater-landes streiten. Ob sie um die höchste, die heiligste Palme,um den Siegeskranz von Salamis und Marathon werben,oder ob sie zu den Antipoden wandern, ihren und ihresVaterlandes Namen zum ewigen Schimpf an die schlechteste,ihnen gänzlich fremde Sache zu heften, das ist nicht ersicht-lich aus ihrem Leben, noch aus ihrem Sterben; und dieLaune des Kommaudowortes allein genügt, um mit einemMale die Thermopylen von Hanau nach Neu-England zuverlegen, wie der Pseudo-Prinz von Hesfen mit schalkhafterTiefe andeutet. Das ist der Zauber der Disziplin! WerSinn hat für die Religion der Fahne und für die Ehreder Uniform, der mag sich erbauen an der Beschreibung desHeldenmuts, welchen Offiziere wie Gemeine in zahlreichenGefechten und während jener harten Winterfeldzüge an denTag gelegt haben. Der Autor hat ihnen nicht den Tributeiner äußersten Gerechtigkeit vorenthalten wollen und ineinigen Strichen am Ende seines Buches die Namen und