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1 (1898) Studien und Meditationen aus 35 Jahren
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nach einheimischen Blättern. Daher hat es solchen Unter-nehmungen immer an Lesern gefehlt. Der Galignani wirdderen stets Tausende finden, welchen ihr Thee und Toastnur mundet, wenn sie ein englisches Format und einenenglischen Text dabei haben. Den Deutschen verlangt nachLokalfarbe; er liest 1s ?intg.mg,rrs (Witzblatt), während erseine rg.tg.toriiUs verspeist. Hat es doch Flüchtlinge ausdem Frankfurter Aufstande vom Jahre 1331 gegeben, diesich nach ihrer Rückkehr ins Vaterland immer noch den ver-hältnismäßig teuren ts-ds-L vs-xoral schicken ließen und be-haupteten, kein anderes Kraut käme diesem Erzeugnis dertrefflichen Regie gleich. Ludwig Boerne wir verweilenbei ihm ganz besonders, weil er der erste unter diesen Ver-mittlern ist kam seit dem Jahre 1819 verschiedene Malenach Frankreich . 1822 veröffentlichte er seineBilder ausParis ", die Frucht zweijährigen Aufenthalts, während dessener einen überaus heftigen Kampf gegen die Regierung derRestauration geführt hatte. Er kehrte dann nach Deutsch-land heim; aber als die Juli-Revolution zum Ausbruchkam, die er so heiß herbeigesehnt, hielt er es dort nichtlänger aus und eilte wieder zurück. Von dieser Zeit andatieren seineBriefe aus Paris". Er richtete sie an einedeutsche Dame, mit welcher er bis zum Ende seines Lebensdurch die reinste und herzlichste Freundschaft verbundenblieb, die ihm auch nach Paris gefolgt war und hier erstvor wenigen Jahren gestorben ist. Aus diesen Briefen istBoernes große Popularität entsprungen; sie schlugen gleich-sam eine Brücke zwischen Frankreich und Deutschland . DerVerfasser stand im innigen Bunde mit Frankreichs vor-nehmsten Geistern, unter anderen mit Lamennais, dessen?a,ro1ös ä'iin oro^s-nt er ins Deutsche übersetzt hat. DerTod überraschte ihn bei der Ausführung seines Lieblings-planes, ein geschichtliches Werk über die französische Re-