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volution zu verfassen. Nachdem er lange an einer Brust-krankheit gelitten, starb er zn Paris im Jahre 1837. Raspailrief ihm den Scheidegruß zu, sein Denkmal schmückte David,und Cormenin schrieb das Begleitwort zu einigen seinerins Französische übersetzten Werke. Der Mann, dem alsIdeal die herzlichste Vereinigung der beiden Nationen vor-geschwebt hatte, war solcher Gastfreundschaft würdig. Wiefern liegt doch diese Zeit der heutigen Generation, der esvor allem darauf ankommt, die Gewehre der Nachbarn zuzählen und ihre Zahl zu überbieten! Im Jahre 1836 hatteBoerne, damit seine Idee Gestalt gewinne, den Plan ge-faßt, in Paris eine in den beiden Sprachen abgefaßteRevue zu gründen. Er hieß sie „die Wage" (1s. Ls.1s.nos),in der Erinnerung an eine Zeitschrift, die er vordem inDeutschland herausgegeben hatte, und deren Name sich mitseinem Gedanken vorzüglich deckte. Aber „die Wage" er-lebte nur wenige Nummern und ging ein, aus Mangel anUnterstützung jeglicher Art. Zwei andere Versuche hattennacheinander dasselbe Schicksal. Im Jahre 1841 warendie „Hallischen Jahrbücher" , das berühmte Organ der Jung-hegelianer, und 1843 ihre Fortsetzung, die „deutschen Jahr-bücher", verboten worden. Der Herausgeber Arnold Rügeentschloß sich, sie nach Paris zu verpflanzen. Der DichterHerwegh, der Sozialist Marx und einige andere schlössensich ihm an, und es erschien eine Lieferung der neuen Zeit-schrift unter dem Titel „Deutsch-Französische Jahrbücher"(Paris 1844). Wiederum waren diese ersten zwei Nummernzugleich die letzten. Zu jener Zeit hatte die sozialistischeBewegung einen beträchtlichen Teil des jungen Paris er-griffen, und viele der Deutschen, die sich um die Redaktionscharten, hatten sich gleichfalls hineingestürzt. Selbst Cabetlieferten sie einige Jünger. Die Verschiedenheit der Schulenführte naturgemäß zu Spaltungen. Die Zeitschrift wurdein ein kleines Blatt, den „Vorwärts" umgewandelt, das