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1 (1898) Studien und Meditationen aus 35 Jahren
Entstehung
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Jene Expedition und das unter des vielseitigen MongeDirektion in Kairo eingesetzte ägyptische Institut gaben denAnstoß und das Vorbild zu den später von andern Regie-rungen veranstalteten oder begünstigten Expeditionen. AuchFrankreich war es, das eine wissenschaftliche Anstalt inGriechenland stiftete, aber dürfen wir wiederum hinzu-setzen angeregt durch den Vorgang des deutschen Institutszu Rom , welches Graf Salvandy 1846 bei Errichtungder französischen Schule von Athen zunächst vor Augenhatte. Sie ist reich dotiert. Ihr Gesamtbudget beträgt110,000 Fr. Der Direktor bezieht ein Gehalt von 25,000Fr., vier Stipendien sind für Philologen, eines ist füreinen Naturforscher ausgeworfen. Die Stipendiaten erhaltenfreie Wohnung im Hanse, jährlich 4000 Franken nnd ge-nießen eine bedeutende Preisermäßigung auf den Dampf-booten der französischen Gesellschaft, welche den Orientbefahren. Die Stipendien werden auf zwei bis drei Jahregewährt; in dem letzten Jahr müssen die jungen LeuteFragen bearbeiten, deren Themata die französische Akademiegiebt. Letztere richtete diese Aufgaben bisher so ein, daßdaraus eine Reihe von Monographien über den größerenTeil der griechischen Inseln und des Festlandes hervorging.Die Arbeiten erscheinen in den^.rolrivss äss iriissivnssoiöirtiüquss st littki-airss." Die jungen Architekten, welchean der französischen Akademie in Rom studieren, sind ver-pflichtet, wenigstens drei Monate bei der athenischen Schulezuzubringen nnd den Philologen mit ihren Aufklärungenan die Hand zu gehen. Der Segen der Schule hat sichbesonders erwiesen in der Ausbildung der Unternehmungs-kräfte für größere wissenschaftliche Expeditionen (Macedonien,Bithynien, Galatien , Thracien) nnd für die Jnschriften-sammlungen der Pariser Akademie. Neben den unbestreit-baren Leistungen dieser Anstalt wird als mangelhaft be-