welche Unparteilichkeit der von den Franzosen nach demKrieg oft angegriffene Gelehrte in seinem Urteil sich zu be-Mahren weiß. In der bereits ermähnten Notiz sagt er:
„Der deutsch -französische Krieg hat der Wissenschaft,insofern diese wesentlich international ist, einen schwerenSchaden zugefügt, den die aus diese Jnternationalität an-gewiesenen Forschnngszweige, insbesondere also Archäologie,Epigraphik uud Numismatik und von den wissenschaftlichenAnstalten zunächst das archäologische Institut in Rom ,schwer empfinden.
„Nie sind die Beziehungen zwischen den deutschen uudden französischen Philologen und Archäologen lebhafter undfruchtbarer gewesen als unter dem Regiment Napoleons III.Die Imperialisten wie die Jndependenten — beide Rich-tungen traten auch in der Wissenschaft scharf hervor, uudin beiden waren achtbare, zum Teil eminente Kräfte thätig— stützten sich gleichmäßig auf Deutschland . Unsere großenwissenschaftlichen Unternehmungen fanden in Paris lebhafteund neidlose Förderung; gleichartige Arbeiten nach deutschemMuster wurden dort begonnen, vor allem Epigraphik undromanische Philologie wurden beinahe gemeinschaftlich be-trieben; bei keiner philologischen und archäologischen Arbeitfehlten die Schätze der Pariser Sammlungen; jeder deutscheGelehrte mar schou als solcher in Paris empfohlen. DasInstitut für archäologische Korrespondenz in Rom , mit seinerebenso eminent deutscheu wie exterritorialen Stellung, wargleichsam der Mittelpunkt, in dem die beiden führendenNationen sich auf neutralem Boden zusammenfaudeu. Das-selbe hatte früher eine Pariser Sektion gehabt und längereZeit seine Existenz zum Teil der Muuificenz französischerKunstfreunde, der Herzoge v. Blacas und Luynes, verdankt;aber fast reger als diese frühere formelle Verbindung wardie der letzten Jahre, an der sich namentlich alle jüngeren