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des römischen Instituts dazu beigetragen habe, den Preußi-schen Namen da beliebt zu machen, „denn", sagt er, „dieLeute fühlten sich deuen attachiert, die mit ihnen dasselbeInteresse an den Monumenten ihrer Vorfahren hatten, vondenen fie sich aber sagen mußten: kennen — missen —thnn sie es besser als wir." Ähnliches berichtet vr. Hirsch-feld aus Griechenland . „Nach dem Urteil der Griechenselbst (sagt derselbe an einer Stelle seiner erwähnten hand-schriftlichen Notiz) haben Deutsche das Beste über dasgriechische Altertum geschrieben, und sie sind es, welchenach der Ansicht der Griechen selber — und bei ihnen willein solches Gestäudnis viel sagen — ihre Sprache ambesten verstehen." Und an einer andern Stelle: „Dergrößte Teil der griechischen Gelehrten ist in Deutschland gebildet uud hangt ihm mit einer wahrhaft rührendenLiebe an: diese würden ein deutsches Institut mit der höch-sten Freude begrüßen und ans alle Weise zu fördern suchen."
Die Sympathie der Völker ist kein leerer Wahn, undnichts wäre falscher, als etwa mit dem Berliner Ansruf:„wat ick mir davor koofe," darüber wegzusehen, obgleichetwas vou dieser Formel der früheren preußischen inter-nationalen Lebensart zu Grunde gelegen hat. Aber mitder politischeu Größe hat sich, weuu nicht die Zeichentrügen, doch auch darin der Geschmack veredelt, und derMeister selbst hat offenbar ein sehr feines Gefühl für dieinternationale ars aro.s.ricli. Sage man beispielsweisenicht: den Franzosen habe ihre Popularität im letztenKriege nichts genützt! Sie hat ihnen sehr wesentlicheDienste geleistet, und wenn wir solche Schläge bekommen,hätte kein Hahn nach uns gekräht, kein Blatt wäre ge-schrieben worden, um etwa die Neutralisicrung des linkenRhein-Ufers, statt seine Einverleibung in Frankreich zu be-gehren; niemals wäre zu unsern Gunsten die schöuselige