Druckschrift 
1 (1898) Studien und Meditationen aus 35 Jahren
Entstehung
Seite
404
Einzelbild herunterladen
 

404

Denn dieser ist zwar überwiegend Gegenstand der neuestenGesellschaften, aber es hat sich doch die von ihm ausgehendeBelebung der Goldsuche auch auf die Gebiete ausgedehnt,bei welchen das edle Metall auf andere Weise gewonnenwird.

II.

Seit etwa füuf Jahren gab es an der Londoner Börse einen Winkel, in welchem die Geschäfte sich ausschließlichmit Anteilen an südafrikanischen Minen befaßten. Mannannte ihn ironisch tks XaLllr liool:, d. h. den Kasfern-winkel. Zwar lag weiter rückwärts ein Exempel vor,welches gehörigen Respekt einzuflößen wohl geeignet war.Lange vor den Goldgruben waren im südlichen Afrika dieDiamantgruben erschlossen worden. Sie hatten vielen großeReichtümer eingetragen. Die Namen Kimberley, De Beer,Jagersfontein hatten einen guten Klang und haben ihn bisauf diesen Tag bewahrt. Die Aera des Goldes begann erstetliche dreißig Jahre später. Im Jahre 1887 wurden dieersten wiuzigen Ausbeuten zu Tage gebracht und zwar ausdem Bodeu jener nach Transvaal verpflanzten Boereu,d. h. der holländischen Bauernrcpublik, auf welchen jetzt dieBlicke der ganzen Welt gerichtet sind. Im Lande Trans-vaal selbst ist der bei weitem reichste Bezirk der, welcherden Namen Witwatersrand führt, anch kurzweg zuweilenRand genannt. Von der gesamten Goldausbeute des Jahres1892 kamen neun Zehntel auf den Rand, ein Zehntel aufanderes südafrikanisches Gebiet. Die Anfänge waren, wiegesagt, zwar schwach; doch der Zauberklang des WortesGold genügt, die Gewinnlust in Aufregung zu bringen.Die Spekulatiouslust bemächtigte sich der Sache, und esdauerte nicht lange, so hatte sie sich überschlagen und ihre