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1 (1898) Studien und Meditationen aus 35 Jahren
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entschieden für die Sache gewesen; aber jedenfalls kam sienicht zn Stande, und es blieb bei der Kaiserproklamationin Anwesenheit der Reichstagsdeputation und der Fürsten ,gegen welche viel weniger einzuwenden war.

III.

In den ersten Tagen nach meiner Ankunft unterhieltman sich in Versailles noch von dem Nachspiel, welches derVersuch, mit Bazaine Verhandlungen anzuknüpfen, gehabthatte. Der General Boyer war unlängst dagewesen, ohnedaß es zu einer Verständigung gekommen, und war wiedernach Metz zurückgekehrt. Die Unterhandlungen mit ihmwaren nur die Fortsetzung derer, die im September durchden aus jener Episode bekannt gewordenen Rsgnier ange-bandelt worden waren. Im September war dieser imdeutschen Hauptquartier mit der Photographie und Unter-schrift des Sohnes Napoleons III. erschienen und hattesich Ermächtigung erbeten, eine dazu geeignete Person zuUnterhandlungen mit der Kaiserin Engenie in England ausMetz herauszuholen. Man hatte ihn nach Metz hineinge-lassen, und er war mit Bonrbaki herausgekommen, der nachEngland reiste, aber von der Kaiserin Eugenie zurückge-wiesen ward. Darauf verlangte Bourbaki wieder nach Metzhineingelassen zu werden. Der König gab die Ermächtigungdazu, aber Prinz Friedrich Karl nahm Anstand, ihn durch-zulassen. Bourbaki besteht auf der ihm gegebenen Zusage.Man berichtet von Metz aus an den König zurück, woraufan den Prinzen Friedrich Karl positive Ordre gegeben wird,Bourbaki wieder nach Metz hineinzulassen. Mittlerweilewar dieser des Harrens uud Schreibens müde gewordenund nach Tours gegangen. Es wurde damals lebhaft dar-über diskutiert, ob es nicht besser gewesen wäre, daß er