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Napoleon und dem Kaiser Alexander I. , mit sorgfältigemQuellenstudium und im Dienste der neuen Konstellation zuergründen und aufzuzeichnen. Der erste Band dieses Werkes*)ist zwar schon vor fünf Jahren erschienen, aber seit jenerZeit sind noch zwei andere gefolgt; der erste hat bereitsdie vierte Auflage erlebt; die französische Akademie hat demWerk zweimal nach einander den höchsten Preis, den sie er-teilt, den sogenannten ?rix (lodert (20 000 Franken) zu-gewendet, und es erfreut sich in Frankreich eines großen,ernsten Erfolges. Auffallender Weise hat es bis jetzt inDeutschland nicht die Aufmerksamkeit gefunden, welche unseregebildete Lesewelt derartigen Erzeugnissen der französischenLitteratur zu widmen Pflegt. Und doch kann man es mitgutem Gewissen empfehlen, wenn man auch seine An-schauung und Tendeuz durchaus nicht teilt. Es ist vortrefflichund lebendig geschrieben. Der Verfasser hat eine Reiheneuer Aktenstücke beigebracht, die meisten aus französischenArchiven, andere aus russischen, auch aus privaten ihm zu-gänglich gemachten Quellen; er hat den Einblick in dieEigentümlichkeit, wie den Bestand der Geheimnisse derKabinetspolitik der beiden Kaiser wesentlich bereichert. Wieschon aus dem Gesagten hervorgeht, steht er auf eiuem sehrausgesprochenen nationalen Standpunkt. Doch verfällt ernie gegenüber anderen Völkern in den Ton der Diatribe,mit welchem Heinrich von Treitschke seine Feuerbrände gegenFeind nnd allerdings auch Freund schleudert. Vandal istnicht eigentlich Bonapartist, eher könnte man ihn einenLegitimisten nennen. So groß seine Verehrung für dasnapoleonische Genie, so sehr er dessen Geist und Ziel zuveredlen bemüht ist, am meisten beklagt er doch an Frank-
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