persönliche Sympathie auf zwischen dem ersten Konsul undKaiser Paul, nach dessen kurzem Regiment Alexander wiederdie Feindseligkeit gegen den französischen Usurpator auf-nahm. In Frankreich war wenig Stimmung für einrussisches Bündnis; die meisten Politiker spekulierten aufeine Koalition mit Preußen. Talleyrand wollte die Taktikder letzten Bourbonen erneuern und Napoleon zu Osterreich führen. Aber die Lage der Dinge erlaubte das nicht.Englands Feindschaft gestattete ihm nicht, eine Friedens-politik zu verfolgen. „Um England den Frieden abzunötigenund ihn der Welt zu geben", (!) konnte Napoleon wederPreußen noch Österreich gebrauchen. Hier konnte nurRußland eintreten. Wiederholt kam es so, daß Rußland und Frankreich sich erst mit den Waffen gegenüber gestandenhaben mußten, um sich gegenseitig achten zu lernen. BeiEylau eroberte Napoleon die russische Allianz auf der Spitzeseines Degens.
In Napoleon und Alexander scheinen dem Verfasserdie entgegengesetzten Elemente vereinigt, welche der Welteine neue feste Gestalt geben konnten. Hier folgt eine be-redte, farbenreiche Apotheose von Tilsit . Doch das Ver-hängnis gestattet nicht, die Frucht dieser Saat zu ernten.Napoleon darf sich nicht zn rückhaltlos Rußland anver-trauen. Die Türkei, Polen fallen als Gegengewicht in dieWagschale. Verhängnisvoll wird der unglückliche Übergriffnach Spanien. Und immer steht das unversöhnliche England hinter jedem Gegner. Es ist nicht Napoleons rastloser Ehr-geiz, der ihn von einem Feldzug zum anderen fortreißt;die unerbittliche Notwendigkeit zwingt ihn dazu. „Nur dieeinzelnen untrennbaren Teile eines einzigen Krieges sindes, an dessen Ende Frankreich zu Europas Füßen nieder-sinkt, nachdem es dasselbe mit seinem Geiste durchdrungenund umgewandelt hatte. Dann unterlag Frankreich , unddie französische Idee war besiegt."