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eine vorübergehende Episode in der Geschichte der süd-russischen Eisenindustrie sein kann. Man rechnet bereits, dafssie in 10—15 Jahren, nach anderen sogar in 6—7 Jahren ab-gebaut sein werden h Jedenfalls bieten sie industriellen Neu-anlagen um so weniger Raum, als die bestehenden Werke dielohnenderen Lagerstätten erworben und damit sich die Erz-zufuhr für längere Zeit gesichert haben 2 . Die Preise derErze von Krivoi-Rog sind dementsprechend bereits beträchtlichin die Höhe gegangen. Ein sachkundiger russischer Eisen-industrieller schreibt mir hierüber folgendes: „Es ist keineFrage, dafs die besseren Eisenerzlagerstätten in Südrufslandin festen Händen sind; die Zeit ist vorüber, wo man billigzu erwerbende, günstig gelegene, qualitativ geeignete Erz-lagerstätten im Gebiet des Krivoi-Rog erwerben konnte;arme Erze giebt es noch im Kohlengebiet, aber deren Ver-hüttung ohne die reichen Erze des Krivoi-Rog ist nicht vor-teilhaft."
Die Entdeckung ausgedehnter Erzlager auf der HalbinselKertsch ist wohl kaum geeignet, diese Schwierigkeiten zuheben. Einmal sind die Erze von Kertsch nicht besondersmetallreich (25—40 °/o) und dazu phosphorhaltig; sodann hateines der gröfsten Hüttenwerke des Dnjperbeckens, hinterwelchem belgisch-französisches Kapital steht, bereits die bestendieser Lagerstätten erworben und ist im Begriff, die erstender geplanten sechs Hochöfen anzublasen 3 . Die Hüttenwerkein Kertsch werden also die des Dnjper schwerlich in denPreisen unterbieten.
Ich lasse dahingestellt, ob angesichts obiger Thatsachendie russische Regierung eine Zollherabsetzung in den Kreisihrer Erwägungen ziehen oder andere Mittel und Wege sehen