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schwarzerdiger Steppe besitzt — das übrige sind Über-schwemmungswiesen der Wolga — so ist etwa 1 /b der acker-baufähigen Fläche besät. Bei vielen Nachbargütern ist dasVerhältnis weit ungünstiger.
Die Steppen Wirtschaft 1 besteht darin, dafs ein StückLand eine Reihe von Jahren ununterbrochen und meist ohneDüngung bebaut wird, und alsdann für eine längere Zeit-periode unbebaut liegen bleibt. Normalerweise wird fünfJahre hindurch Getreide gesät, alsdann tritt eine fünfzehn-jährige Ruhezeit ein. Indem man das gesamte Gutsareal in20 Schläge teilt, wird alljährlich eine 15 Jahre alte Steppewieder aufgerissen und ein anderer, fünf Jahre lang mit Ge-treide bestellter Schlag der natürlichen Begrasung' überlassen.Zuerst erscheinen auf lezterem Unkräuter, nach einigen Jahrenweiche und hochwertige Gräser, sodafs zwischen dem 4. bis8. Jahre der höchste Futterwert der Steppe erreicht ist. All-mählich gewinnen harte Gräser die Oberhand, bis endlich mitdem fünfzehnten Jahre das Steppengras i(Kowil) vorwiegt.Wenn dieses lange, weifshaarige Gras die Fläche bedeckt, sonimmt man an, dafs der Boden wieder die Beschaffenheit derjungfräulichen Steppe zurückerlangt hat. Er ist hart gleichdieser; die Unkräuter, welche auf gepflügtem, weichem Bodengedeihen, sind vernichtet; wird solcher Boden vom Pflugegewendet, wozu grofse Kraftanstrengung gehört, so halten dieWurzeln der Steppengewächse die Erde in einzelnen Knötchenzusammen und ermöglichen das Eindringen atmosphärischerEinflüsse.
Wird in der angegebenen Weise gewirtschaftet, so wirddie Erschöpfung des Bodens dauernd vermieden. Voraus-setzung ist, wie gesagt, dafs etwa nur ein Fünftel desgesamten Areals bebaut ist. Bebaut man einen gröfserenTeil des Landes, so sinkt mit der Zeit das Ernteergebnis,ohne dafs die Produktionskosten sich wesentlich vermindern.Der Boden verliert wahrscheinlich (nach Ansicht von Prof.Kostitscheff) weniger die chemischen als die physikalischen