314
Osten geht das Gebiet der Viehzucht über in die Steppennomadisierender Asiaten.
Vom Westen her schiebt sich in das Getreidegebiet,zwischen die Zone der Dreifelderwirtschaft und die Zone derSteppenwirtschaft, die Zuckerrübe. Hauptsitze dieser Kultursind die Gouvernements KiefF, Podolien, Wolhinien, Kursk,Charkoff, Tschernigoff 1 . In Verbindung mit dem Rübenbautrifft man hier die intensivste Feldkultur, welche Rufslandaufweist.
B. Grundeigentumsverteilung.
In zweiter Linie kann man über die russischen Agrar-verhältnisse nicht sprechen, ohne einen Uberblick über dieVerteilung des Grundeigentums zu geben. Alles Grundeigen-tum in Rufsland zerfällt der Hauptsache nach in Staatseigen-tum, Bauernland und Privateigentum.
Die offizielle Statistik giebt für den Beginn der neunzigerJahre folgende Ziffern der Eigentumsverteilung:
Diese Ziffern betreffen das europäische Rufsland mit Aus-schlufs von Polen , Finland und dem Donschen Kosakengebiet,in welchem letzteren alles Land den Kosaken gehört.
Der Staat ist der gröfste Eigentümer in Rufsland; je-doch liegt der staatliche Besitz vorwiegend im Korden, wo inden Gouvernements Archangel, Wologda , Perm, Wiatka mehrals die Hälfte alles Landes Staatseigentum ist und adliger
1 Näheres findet man über die landwirtschaftliche GeographieRufslands in englischer Sprache in dem Bande „Agriculture andForestry", herausgegeben vom Landwirtschaftsministerium fürdie Weltausstellung zu Chicago. 1893.
Staatsland
Kaiserliches ApanagelandBauernland (Nadjelland)Privateigentum
Eigentum von Kirchen, Klöstern,
150 409 977 Defsj.
7 367 740 „131 372 457 „93 381 170 „
Stadtgemeinden
8 572 622