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Volkswirtschaftliche Studien aus Rußland / von Gerhart v. Schulze-Gävernitz
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an Bauern. Bis Ende 1896 waren mit Hilfe der Bauernbank2 1 /ä Mill. Defsjätinen von bäuerlichen Besitzern erworben worden.

Aber auch abgesehen von der staatlichen Vermittelungs-thätigkeit geht das frühere Gutsland durch freihändigen Kaufin die Hände bäuerlicher und bürgerlicher Besitzer über.Allenthalben in Rufsland hört man von einzelnen Beispielen,in denen Bauern, Kosaken und ähnliche Elemente selbstGrofsgrundbesitz erwarben. Auf der anderen Seite ist deskaufmännischen Kapitals nicht zu vergessen, welches begierigvom Gutslande an sich reifst 1 ein Beweis der Rentabilitätkaufmännisch geleiteten Betriebes auch bei heutigen Getreide-preisen 2 , wenigstens dort, wo die Landpreise durch die Kon-kurrenz des Kleinbetriebes nicht allzuhoch emporgetrieben sind.

1 Vergl. die Materialien zur Bewegung des Grundeigentums inBufsland; offizielle Ausgabe des Finanzministeriums. Mir liegen nurdie Auszüge bei Raffalowich, Marche financier 1897/98. S. 372ff. vor.

2 Iiier ein Beispiel für viele: der sehr solide Verwalter des fürst-lich Livenschen Gutes im Samaraschen machte mir eiue Rechnung fürdie Ernte von 1895 auf, aus welcher sich ergiebt, dafs auch bei dendamaligen Getreidepreisen der Getreidebau in jener Gegend rentabelwar, während in den achtziger Jahren mit ihm Reichtümer verdientworden seien.

Der übliche Pachtpreis einer Defsjätine

Weizenland 7 Rubel

Die Arbeit des Pflügens 4

n Eggens 2

Die Saat (Arbeit und Saatgut) 6

Schneiden, Garbenbinden und Anfuhrzur Dreschmaschine (Lohn und Unter-halt der Arbeiter) 9

Drusch 2

Fracht zum Wolgahafen 1 40 Kop,

31 Rubel 40 Kop.

Alle diese Posten sind relativ hoch gerechnet, nach den in derGegend üblichen Accordsätzen. Das Ernteergebnis von 7 Sack proDefsjätine ist kein besonders hohes.

Ernte 7 Sack

Preis im Wolgahafen (Oktober 1895) 35 Rubel 70 Kop.Produktionskosten 31 40

Reingewinn des Pächters 4 Rubel 30 Kop.