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Kurs des Papiergeldes kann unter jene Grenze nicht sinken;denn sonst kaufte die Geschäftswelt Goldtratten von derStaatsbank und verwendete dieselben zu Zahlungen an dasAusland; auch könnte sie im Auslande Währungswechsel aufdie Heimat in höherem Betrage kaufen, als sie für die Gold-tratten der Staatsbank bezahlt hätte. Damit stiege der Kursdes Papiergeldes.
Die Einkaufs- und Verkaufspreise der Regierung sindalso die Goldpunkte, zwischen denen sich die Schwankungen desPapiergeldes halten. Je enger die Grenze, desto geringer dieSchwankungen, bis das Papiergeld Vertreter einer bestimmtenGewichtsmenge Goldes wird, womit die Schwelle der Gold-währung erreicht ist.
Aber dieses Mittel, so einfach es ist, ist in seiner An-wendunggefährlich. Um den Augenblickserfolg einer Festigungdes Papierkurses zu erreichen, haben schwache Finanzver-waltungen (wie oft die südamerikanischen!) Goldtratten so langeverkauft, bis die grofsen Acceptfirmen der Goldwährungsländerder Regierung das Accept verweigerten; nach Versiegen deskünstlichen Devisenangebotes fielen dann die Papierkurse jäherund tiefer, als sie ohne das gefallen wären. Denn nun mufstedie Regierung selbst auf dem Devisenmarkte als Käuferin zujedem Preise auftreten, um ihre verfallenden Tratten zu decken;riesenhafte Verluste, jähe Kursschwankungen waren die Folge.
Auch die russische Regierung hat das bezeichnete Mittelfrüher wiederholt angewandt, um mit völligem Mifserfolge zuenden b
Nach Miklaschefski erschien am 17. November 1861 zumerstenmal ein Vertreter des russischen Finanzministers auf derPetersburger Börse und erklärte den Kurs, zu dem er einebeträchtliche Menge Goldwechsel verkaufte; da er keineUnterstützung fand, stellte er jedoch die Operation ein, undder Rubelkurs fiel an demselben Tage beträchtlich.
1862 hat Rufsland bei Rothschild eine Anleihe von15 Millionen £ aufgenommen, mit der ausdrücklichen Zweck-
1 Vergl. W. Sudeikin, Eeichsbank, S. 424 ff.