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Volkswirtschaftliche Studien aus Rußland / von Gerhart v. Schulze-Gävernitz
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Die Roheinnahmen der Eisenbahnen wuchsen in dem an-geführten Zeitraum um 90%, die Rohausgaben des Eisen-bahnbetriebs nur um 40%. Hieraus folgte eine beträchtlicheSteigerung der Reineinnahmen. Nach Issajeff betrugen 1881die Reineinnahmen pro Werst 2524 Rubel, 1898 über 4000 Rubel bEs steht letztere Angabe in Übereinstimmung mit folgenderZusammenstellung des Bulletin Russe, welche Zunahme derReineinnahme in Rufsland und Deutschland neben Stillstandoder Rückschritt in England und Frankreich feststellt 2 :

Reineinnahmen pro Kilometer in Tausend Frcs. 1883 1896

Im Jahre 1894 ergab der staatliche Eisenbahnbetriebbereits einen geringen Überschufs. Der Reinertrag belief sichauf 81,1 Millionen Rubel; unter Berücksichtigung der zumErsatz der Aktien Moskau -Kursk geschaffenen Staatsobliga-tionen erforderte dagegen der Dienst des Staatsnetzes imJahre 1894 den Betrag von 80 733 Tausend Rubel. DieseSumme steht um 365 Tausend Rubel hinter dem Ertrag derLinien zurück 8 . 1896 ergaben die staatlichen Eisenbahn-einnahmen bereits einen Überschufs von 34 Millionen überBetriebskosten und Dienst der Eisenbahnschuld 4 .

Unter dem sonstigen Staatsdomanium stehen die Staats-forsten als stark entwicklungsfähige Einnahmequelle obenan.Die Nutzbarmachung der ungeheueren, bislang vielfach un-zugänglichen Waldgebiete des Nordens und Ostens hat grofse

1 Issajeff, Zur Politik des russischen Finanzministeriums. Stutt-gart 1898, S. 10.

2 Bulletin Kusse 1898, S. 410. Nach Bulletin Kusse 1897,S. 404 hat sich von 18811895 die Roheinnahme der russischen Eisen-bahnen (Staats- und Privatbahnen zusammen) verdoppelt, die Rein-einnahme verdreifacht.

3 Moos, Die Finanzen Rufslands. Berlin 1896, S. 73.

4 Bulletin Russe 1897, S. 645, 656.

v. Schulze-Gaevernitz, Stud. a. Bufsl. 35

England

28,27 29,41

18,50 16,63

15,31 18,95

9,64 13,31

Frankreich

Deutschland

Rufsland