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Rufslands verbessern, während eine augenblickliche Ver-schlechterung der Handelsbilanz dem gegenüber unbedenk-lich wäre.
B. Rufslands Handelsbilanz.
Da bei Rufsland als einem Lande, welches keine Zinsenvom Auslande bezieht, die Handelsbilanz, wie wir sahen, inletzter Linie über die Zahlungsbilanz entscheidet, so be-trachten wir die einzelnen Elemente der Handelsbilanz nochetwas näher und suchen uns über ihre Aussichten für die Zu-kunft Rechenschaft zu geben.
Rufsland, welches, dem Ausland verschuldet, um den Be-sitz seines Goldumlaufes zu kämpfen hat, sucht berechtigter-weise die Einfuhr vom Auslande als Belastung seinerZahlungsbilanz zu beschneiden; da jede solche Beschneidungaber Zölle, also Verteuerung der Einfuhrwaren bedeutet, sowird sie auf solchen Gebieten am unbedenklichsten Platz greifen,welche der Produktion von Ausfuhrwaren ferne stehen unddiese verhältnismäfsig wenig verteuern.
Am meisten gilt dies von der Kultur subtropischer, viel-leicht später tropischer Rohstoffe und Halbfabrikate durch dieEntwicklung des asiatischen Rufsland.
Einer der schönsten Erfolge der russischen Wirtschafts-politik der letzten beiden Jahrzehnte ist der Aufschwung derBaumwollkultur in Russisch-Centralasien. Ihm wird bereitsheute verdankt, dafs bei grofser Ausdehnung der russischenBaumwollindustrie (1886 3,9 Millionen, 1898 6,4 MillionenSpindeln), bei kolossalem Baumwollverbrauch pro Spindel(grobes Garn!) die Baumwolleinfuhr nach Rufsland nur un-bedeutende Steigerung aufweist.
Die russische Baumwollindustrie stellt nahezu ein Drittelihrer Produkte aus heimischem Rohmaterial her 1 . Bereits
1 Vergl. den Artikel in „Handel und Gewerbe" vom 18. März1899. Ferner den oben citierten, bereits etwas veralteten BerichtMendelejeffs für Chicago, S. 13 der englischen Ausgabe.