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Volkswirtschaftliche Studien aus Rußland / von Gerhart v. Schulze-Gävernitz
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dies bereits aus den verhältnismäfsig hohen Preisen derasiatischen Produkte; kostete z. B. Februar 1896 in Moskau :

Kübel per Pud

Amerikanische Füll, good middling Savanna 9,70 9,75Ägyptische good nach type 16 . . . . 12,3512,50Daneben besteKokand(Ferghana),maschinen-gereinigt, aus amerikanischem Samen . 10,2010,30Samarkand , 1. Sorte, maschinengereinigt

aus amerikanischem Samen 9,90 9,95

Dagegen Chiwa , handgereinigt 7,85

Persische, aus indigener Saat 6,00 6,10

Haupthemmnis der Ausdehnung der Baumwollkultur sinddie noch wenig entwickelten Verkehrsverhältnisse. Die Kostendes Karawanentransportes bis zur Bahnstation einschbefslichVersicherung, Kommission u. s. w. verschlingen 20°/o vomWerte der Baumwolle. Gegenwärtig wird ein nicht unbeträcht-licher Teil der Ernte an Ort und Stelle noch naturalwirtschaft-lich verbraucht. Die Verzweigung des Eisenbahnnetzes wirdauch hier die Naturalwirtschaft zurückdrängen und die Aus-fuhr steigern.

Seit Anfang der 90er Jahre gewinnt die asiatische Baum-wolle nicht nur in Moskau, sondern selbst in Polen an Boden.Um so mehr bedeutet der Baumwollzoll eine Belastung Polens und Petersburgs zu Gunsten Moskaus und Wladimirs.Übrigens ist auch Moskau nicht in der Lage, die Vorteileder Wolgastrafse für den Baumwollbezug voll auszunutzen.Die im September bis November geerntete Baumwolle kannnur zum kleineren Teile noch im selben Jahre den Wasser-weg nach Moskau einschlagen. Der gröfste Teil geht, umZinsen, Gewichtsverluste, Lagerung und Versicherung zu er-sparen, den langen und teuren Eisenbahnweg über denkaspischen Hafen Petrowsk. Sollte die Industrie einmal nachdiesen kaspischen Häfen einen Ableger einsenken, ähnlich wieBombay neben Manchester aufkam? Die asiatischen Absatz-märkte liegen hier vor der Thür und, während Bombay eng-lische Kohlen braucht, finden sich unter den kaspischen Häfen