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1 (1890)
Entstehung
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derselben entfernt seien, so beruhe dies darauf, dafs das In-dividuum noch nicht genügend entfesselt sei und durch Sitten,Überlieferungen, vor allein aber durch staatliche Einrichtungenan der freien Entfaltung seiner Kräfte gehindert werde.

Es ist klar, dafs dies eine Lehre der wirtschaftlich Star-ken und Fortgeschrittenen ist, welche von der Fiktion desabstrakten Individuums allein den Vorteil zu ziehen ver-mögen. Daraus abgeleitete Anschauungen, wie z. B. die, dafsder Arbeiter reiner Warenverkäufer sei, und als solcher unterden Gesetzen des Angebots und der Nachfrage stehe, dafsder Lohn sich allein als Quotient der Bevölkerung und desvorhandenen Kapitals bestimme, mufsten alle vorhandenenBestrebungen der unteren Klassen, ihre Lage zu bessern, alswidersinnig erseheinen lassen. Indem man diese und andereDeduktionen aus dem irrtümlichen Princip für Naturgesetzeerklärte, schien jeder staatliche Eingriff in wirtschaftlicheVerhältnisse verwerflich. Es entstand jene Generation derwissenschaftlichen Staatsmänner", welche folgerichtigermafsenüber die Berechtigung ihres eigenen Daseins hätten zweifel-haft sein müssen. Bis gegen die Mitte des Jahrhundertswurde insbesondere jede staatliche Regelung des Arbeitsver-hältnisses damit bekämpft, dafs dieArbeit das einzige Eigen-tum des armen Mannes sei, und dafs eine Einmischung in die-selbe um ihren Verkauf durch gesetzliche Mafsregeln zubeschränken ein gefährlicher Eingriff in die Rechte des ar-men Mannes wäre" 1 . Ebenso erschien auf Grund jener Leh-ren jede private Bemühung um die Hebung der arbeitendenKlassen nutzlos. Lord Brougham , dessen Reden als Ausdruckder liberalen Durchschnittsmeinungen seiner Zeit anzusehen

1 H. Martineau, Geschichte Englands. Aus dem Englischen. Ber-lin 1853. Bd. IV S. 118.

v. Scliulze-Gaeyernitz, Weg z. soc. Frieden. 3