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von „Händen ", die man beschäftigte, statt von Menschen zusprechen pflegte. Wie für den einzelnen, so kam auch fürdie Gesamtheit der Arbeiter in anderer Hinsicht nicht inBetracht, ein Standpunkt, welcher wie gewöhnlich durch Ri-cardo seinen schärfsten Ausdruck erhalten hat:
„Für einen einzelnen", sagt Ricardo im 26. Kapitel desI. Buches seiner Nationalökonomie, „welcher ein Kapital von20 000 JF besitzt, dessen Gewinnst 2000 jährlich beträgt,würde es höchst gleichgültig sein, ob sein Kapital 100 oder1000 Menschen jährlich beschäftigt, ob das hervorgebrachteGut um 10000 oder 20000 verkauft wird, vorausgesetzt,dafs in keinem Falle sein Gewinnst unter 2000JF herabginge.Ist nicht das wirkliche Interesse eines Volkes ein gleiches?Vorausgesetzt, sein reines wirkliches Einkommen, seine Renteund sein Gewinnst, seien dieselben, so ist es von gar keinerBedeutung, ob das Volk aus 10 oder 12 Millionen von Ein-wohnern besteht. Seine Fähigkeit, seine Flotten und Heereund alle Arten von nicht hervorbringender Arbeit zu er-halten, mufs im Verhältnis stehen zu seinem reinen und nichtzu seinem rohen Einkommen. Könnten fünf Millionen Men-schen so viel Nahrung und Kleidung hervorbringen, als zehnMillionen Menschen bedürfen, so wären Nahrung und Klei-dung für fünf Millionen sein reines Einkommen. Würde esfür ein Land von irgend einem Nutzen sein, wenn zur Her-vorbringung dieses reinen Einkommens sieben MillionenMenschen erforderlich wären, d. h. wenn sieben MillionenMenschen anzuwenden wären, um genug Nahrung und Klei-dung für zwölf Millionen Menschen hervorzubringen? DieNahrung und Kleidung für fünf Millionen Menschen würdenoch das reine Einkommen sein. Die Anwendung einer gröfserenMenschenzahl würde uns weder instandsetzen, unsere Heere
und Flotten um einen Mann zu vermehren, noch eine Guinee
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