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weder imstande Genossenschaften zu begreifen noch aufzu-bauen, während ihr Bestand gerade das äufsere Merkmal po-sitiver Zeiten ist.
Das Gefühl davon, dafs diese Zusammenfassung undGliederung der Menschen in solchen Zeiten ein schlechter-dings unverständliches, wie Carlyle sagt, „mystisches" Ele-ment an sicli trägt, spricht sich darin aus, dafs man alleAutorität göttlichen Ursprungs geglaubt hat. Für solche Zeitenist das Königtum im eigentlichsten Sinne „von Gottes Gna-den". Alle niedere Autorität ist von der höchsten abgeleitet,wie es am vollkommensten die Lehre „der beiden Schwerter"ausspricht, wozu der direkte Gegensatz die Theorie ist, diealle Autorität vom Individuum ableitet, die sogenannte Volks-souveränität.
„Da ist", sagt Carlyle von den positiven Zeiten „wahreGenossenschaft, wahres Königtum, Loyalität, alles wahre undgesegnete Dinge, und soweit die arme Erde ihn hervor-bringen kann, Segen für die Menschen." „Jeder Arbeiter inallen Sphären arbeitet nicht auf den Schein, sondern dieSache; jede Arbeit endet in einem Erfolg; denn jede, da sieecht ist, strebt nach einem Ziel, jede ist additiv, keinesubtractiv." Bereits zwei sehr frühe Schriften Carlyles, die„Signs of the Times" 1829 und die „Characteristics" 1831beweisen, wie früh sich diese Auffassungen bei ihm fest-stellten.
weise nur von menschlichen Individuen ausgesprochen werden kann —der Erkenntnis gehört eben nichts als das Individuum an — ein Wille,der jedoch von dem vorhandenen Einzelwillen sehr verschieden ist und,wie die Erfahrung zeigt, diesen mehr oder weniger beherrscht.