dann die Bänke der Studenten und der Fremden, später*
auch die der Rechtsanwälte sich zu füllen begannen. „Wasimmer für einen Gang diese Predigten nahmen", schreibtHughes aus etwas späterer Zeit, „so waren die Hörer sicher,dafs dieselben sie in irgend einer Weise auf das Jahr derGnade 1853 und die Kämpfe ihres inneren Lebens bringenund zugleich Licht auf diese Kämpfe und dieses Leben werfenwürden." In jener Zeit nun war es, dafs durch diese Pre-digten angeregt, die Schar jüngerer Männer sich um Mauricesammelte, welche den Namen christlicher Socialisten an-nahmen. Sie wollten damit bezeichnen, dafs sie nicht Christenund Socialisten seien, sondern dafs sie als Christen notwen-dig sich zum Socialismus zu bekennen hätten, welcher seiner-seits hohl und aussichtslos ohne christliche Grundlage sei.Socialismus bedeutete ihnen das Verwerfen der auf einemindividualistischen Gesellschaftssystem beruhenden Konkurrenzund das Verlangen nach einer Gesellschaft, in der der einenicht mehr mit dem andern konkurriert, sondern als Christdem Christen hilft und mit ihm gemeinschaftlich die zu ver-brauchenden Güter hervorbringt und verteilt. Die bedeu-tendsten unter den christlichen Socialisten waren: John Mal-colm Ludlow, Charles Kingsley, Thomas Hughes , VansittartNeale, von denen jeder einzelne auf die sociale Entwicklungseiner Heimat von Einflufs geworden ist. Von Ludlowgingen die praktischen Anregungen aus, welche die christ-lichen Socialisten zur Beförderung des Genossenschaftswesensveranlafsten. In Paris hatte Ludlow während der Februar-revolution 1848 die unter dem Einflüsse Louis Blancs ge-machten socialistischen Versuche gesehen; ihr Scheitern schrieber dem Abhandensein der christlichen Grundlage zu, ohnewelche die allen solchen Versuchen entgegenstehende mensch-liche Selbstsucht nicht zu überwinden sei. Ludlow vertrat die