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1 (1890)
Entstehung
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Geistliche, sich ohne Hintergedanken ihrer annehmen könnten,wenn man dagegen vergleicht, wie heute die Beziehungenbeider Klassen über ganz England zahlreich und voll vonVertrauen sind, so kann man die Gröfse des Fortschritts er-messen, welcher seit jener Zeit auf dem Wege zum socialenFrieden gemacht ist.

Am 18. Februar 1850 schlössen sich die Freunde alsGesellschaft zur Förderung von Arbeiterassociationen" zu-sammen. Durch gesetzeskundigen Beistand, selbst Vorschüsse,vor allen aber durch Agitation in Schrift und Wort, unter-stützten sie die Bewegung. Durch Verbreitung ihrer Ge-danken aber gaben sie der Genossenschaftsbewegung den-jenigen Gedankeninhalt, welcher sie, wie wir sehen werden,noch heute beherrscht. Tausenden von Arbeitern haben sieso ein Ideal gegeben, ein Ziel gezeigt, für jenes sehnsüchtigeStreben nach socialer Erlösung der Menschheit, das in denKreisen derer, welche die bestehende Gesellschaft enterbt,gerade die Besten erfüllt.

Die Genossenschaftsbewegung ist zwar nicht von denchristlichen Socialisten in das Leben gerufen worden. Seitdem1825 Robert Owen seinenAufruf an das Volk" gerichtetund dasselbe zur Verwirklichung seiner Pläne aufgeforderthatte, welche er mit Hülfe der Kabinette vergebens durchzu-setzen versucht hatte, waren in England und Schottland eineAnzahl Genossenschaften gegründet worden 1 . Aber die erstenJahre der Bewegung, über welche Holyoake in seinerGe-schichte der Cooperation" eingehend berichtet, waren vollvon Excentricitäten. Sie waren unternommen von Enthu-siasten, welche an einen unmittelbaren Anbruch des vonRobert Owen verkündeten socialistischen Zeitalters glaubten.

Die bis 1844 gegründeten Genossenschaften giebt die Karte S. 322.