Socialismus, St. Simon, Fourier und Robert Owen , erfüllt habe,deren sogenannte Utopien in vielen jüngeren Geistern dasbrennende Verlangen nach socialer Reform entfacht hätten".Bezeichnenderweise werden nur ältere Socialisten genannt; inihnen liegen die Berührungspunkte, von denen sich die Ge-nossenschaftsbewegung und der moderne Socialismus divergententwickeln. Aber die Genossenschafter erheben den Anspruch,die wahren und rechten Socialisten zu sein, indem sie alleindie Reform der Gesellschaft praktisch in die Hand ge-nommen hätten. Auch hätten sie den Glauben, dafs Gesetz-gebung es thun könne, aufgegeben, weil staatlicher Eingriffdie innere Natur der Menschen nicht verändern könne. Hierinliegt zugleich ihr Gegensatz zu den Socialisten : „jeder Versuch,uns zu einem Schritte zu drängen, für den wir nicht vorbereitetsind, würde nur eine Illustration des Sprichwortes gewähren,»je mehr Eile, desto weniger Beschleunigung«" (Neale).
Welches sind die Mittel, durch welche die Genossen-schafter ihr Ziel zu erreichen versuchen? Um dieselben imZusammenhang mit dem genossenschaftlichen Glaubensbekennt-nis zu erfassen, mufs man die von den Genossenschaftern ge-übte Kritik der heutigen Gesellschaft sich vergegenwärtigen.Das System der Konkurrenz ist versucht worden und hatzu dem entgegengesetzten Ergebnis geführt, als man er-wartete. Zwar hat es in gewissem Grade die Güterproduk-tion vermehrt und verbilligt — dies ist sein Vorzug. Aberes hat andererseits die wachsende Tendenz, die Güter un-gleich zu verteilen. „Dem der hat, giebt es und dem, dernicht hat, nimmt es noch, was er hat." Es macht, dafs diemeisten für andere Güter und Genüsse hervorbringen, welchesie nicht teilen; es häuft die Massen in rauchigen und un-gesunden Städten zusammen, wo sie der ihnen von der Naturbestimmten Freuden entbehren: der frischen Luft und des Son-