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nenseheins, ohue ihnen irgend welche Entschädigung zu geben.Es bringt in der Gesellschaft „jene Atmosphäre des Betrugesund des Milstrauens" hervor, in der gesunde Sittlichkeit nichtbestehen kann. Ja wenn es sich rühmt, die Zahl der Güterzu vermehren und ihre Kosten zu vermindern, so erfüllt esselbst diese Aufgabe unzureichend. Denn es hat die Tendenz,den auf die Gütererzeugung kommenden Betrag von Arbeit undKapital zu vermindern durch Vermehrung des auf die Vertei-lung verwandten. Auch wird dadurch nicht etwa bewirkt, dafs
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die Güter in einer passenderen Weise als heute unter die,•welche sie am meisten bedürfen, verteilt werden. Vielmehrführt die Konkurrenz zu einer durchaus überflüssigen Vermeh-rung der Zahl derer, welche sich mit der Verteilung derGüter beschäftigen, während dieselbe in wenigen Händen kon-zentriert, weit besser und billiger ausgeführt werden könnte.
Hier nun setzen die Genossenschafter ein; während bis-her ein blinder Zufall geherrscht habe, versuchen sie zu-nächst das Gebiet der Güterverteilung vernunftgemäfs zu or-ganisieren. Dies ist der erste und leichteste Schritt zur Re-organisation der Gesellschaft überhaupt, der leichteste des-halb, weil zur Bildung eines Konsumvereins von den Mit-gliedern am wenigsten Selbstverleugnung verlangt wird unddas persönliche Interesse noch am meisten mit in das Spielgezogen wird. Ferner ist die Geschäftsführung hier am leich-testen, sie erfordert wenig Betriebskapital, und gewährt einerasche Verzinsung. Sodann ist der Konsumverein deswegen auchder erste Schritt, weil der Arbeiter durch ihn allein sich in denBesitz der Kapitalmengen setzen kann, welche zu der weiterenAusdehnung des Genossenschaftswesens nötig sind, ferner weilsie in der Ausübung der leichteren Güterverteilung sich eistallmählich die Geschäftskenntnis aneignen müssen, welche dieschwierigere Güterhervorbringung voraussetzt. So erzieht