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men, die sieh entschlossen, nur in Übereinstimmung und Un-terordnung unter dieselben ihren Vorteil zu suchen. JedenVorschlag, von diesen Grundsätzen um eines höheren Ge-winnes willen abzugehen, würden sie als Bestechungsversuchzurückweisen. Hierin allein liegt die Kraft der Bewegung, undwenn ein Mensch einmal von diesem Gedanken erfüllt ist, sostählt ihn derselbe gegen jeden Widerstand und hält ihn selbstaufrecht in der Niederlage". Wegen dieses ihres Glaubenssähe man die Genossenschafter als Träumer und Utopistenan, sie aber trösteten sich, wie alle Reformer, mit dem Car -lyleschen Worte: „Es giebt keine Wahrheit, die nicht mitder Minderheit von Einem begonnen hätte." Auch ver-langten sie von ihren Gegnern nichts; sie hätten heute alles,auf Grund dessen sie mit der Zeit die Gesellschaft umgestal-ten würden: die Sicherheit von Person und Eigentum unddie persönliche Freiheit, welche die heutige Gesellschaft alsgröfste Errungenschaft von der Vergangenheit erhalten habe,welche so als Vorbereitung für den genossenschaftlichen Zu-stand der Zukunft erschiene. Weder staatliche Hülfe nochdas Wohlwollen der Arbeitgeber und Besitzenden riefen siezu Hülfe; beides erniedrige die, welche es annehmen, als Al-mosen, während die Genossenschafter sich auf Grund ihresGlaubens stark genug fühlten, sich und der Gesellschaft über-haupt zu helfen.
Die Genossenschafter betrachten den Konsumverein alsden ersten Schritt in der angestrebten Richtung. Die volkswirt-schaftlichen Vorteile schon dieses ersten Schrittes erweisennach ihrer Ansicht sich als hervorragend, wenn er auch vollnur in Beziehung auf das, was er einleitet, zu würdigen ist.Die Güterverteilung werde bei fortschreitender Entwicklung da-durch nach einem grofsen Organisationsplane vemunftgemäfsgeregelt. Der Erfolg sei, dal's nur soviel Arbeit geleistet