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werde, als zur bestmöglichen Güterverteilung notwendig sei.Neben der Arbeitsersparnis vollzieht sich auch eine Ersparnisan Kapital: keine unnötigen Lager würden mehr gehalten,kein Geld für Reklame mehr ausgegeben. Arbeit wie Kapital,welche frei würden, wendeten sich zur Hervorbringung neuerGüter; diese aber seien um so leichter verkäuflich, als mit dendurch die Konsumvereine erzielten Ersparnissen die Kaufkraftder Massen wachse. Selbst in einer Gesellschaft, die nochvon dem Princip der Konkurrenz beherrscht sei, werde aufden einzelnen notwendig ein desto gröfserer Anteil kommen,je mehr Güter im ganzen zur Verteilung gelangten. EinSystem, das voll von Reibung ist, bemühen sich so die Ge-nossenschafter durch eine Maschine zu ersetzen, deren Teilezur Zusammenarbeit durch menschliche Vernunft ange-legt sind.
Für die nach wahrem genossenschaftlichen Princip ge-führten Konsumvereine werden folgende drei Unterschiede vonähnlichen kapitalistischen Unternehmungen angeführt, a) Beiletzterem wird der Gewinn als Dividende an das Kapital ver-teilt; Grundprincip der Genossenschaften dagegen ist es, dasKapital mit einem festen Zinssatz (gewöhnlich 5 Prozent) ab-zufinden, den Gewinn dagegen unter die Mitglieder zu ver-teilen. b) Die den Genossenschaften angehörigen Mitgliedererkennen die „Pflicht der vernünftigen Konsumtion" an. Siebekämpfen das System der Reklame und ihre Vereine kau-fen und verkaufen nach dem wahren Werte, nicht nach demdurch betrügerische Mittel den Waren beigelegten Schein-werte. Ihre Waren sind daher unverfälscht, und wenn auchmanchmal anscheinend teurer, so doch besser als die auf demWege der gewöhnlichen Konkurrenz zum Verkauf gelangen-den. In der That ist es unberechenbar, welchen Nutzen dieKonsumvereine in dieser Hinsicht dem englischen Arbeiter