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mit ihrer Kundschaft allein imstande ist, gewerbliche Unter-nehmungen am Leben zu halten 1 .
Die Gedanken Neales sind in dieser Hinsicht folgende:Den Weg, der bisher betreten wurde, sieht er, weil dem Systemeder Konkurrenz angehörig, als falsch an. Die beiden Grols-handelsgenossenschaften sind nämlich ihrerseits als grofse Arbeit-geber aufgetreten, wobei sie meist eine Art Gewinnbeteiligungder Arbeiter eingeführt haben. Insbesondere die schottische Ge-nossenschaft zeichnet sich durch Liberalität in dieser Hinsichtaus. Neale stellt demgegenüber auf, dafs es wenig Unter-schied mache, ob ein fester Lohn oder ein Gewinnanteil(Bonus) den Arbeitern gezahlt würde, da der Unterschiedzwischen Arbeiter und Arbeitgeber bestehen bliebe. Wirk-lich genossenschaftliche Produktion würde sich nur dadurcherfolgreich und in grofsem Mafsstabe einführen lassen, dafsalle bestehenden und noch zu gründenden Produktivgenossen-schaften sich zu einem Bunde zusammenschlössen, zu welchemdie Grofshandelsgenossenschaft in ein festes Verhältnis träte.Die Produktivgenossenschaften behielten alsdann ihre Geschäfts-führung in eigner Hand, während die Grofshandelsgenossenschaft,d. h. die Vereinigung der Arbeiter als Käufer, Umfang und Artdes Bedarfs festzustellen, den Absatz zu sichern hätte, wobeisie des weiteren sich mit einem festzuverzinsenden Kapital be-teiligen könnte. Dafür aber sollte sie berechtigt sein, einegewisse Oberaufsicht zu führen, wozu sie vermöge ihrer Ver-trautheit mit grofsen und weitaussehenden Geschäften be-
1 In der „Wholesale society" waren am 28. Dezember 1889 900 Ge-nossenschaften als Mitglieder beteiligt. Der jährliche Umsatz erreichteeinen Wert von 7 028944 £ (über 140 Millionen Mark), woraus hervorgeht,dafs ein nicht unbeträchtlicher Teil des Arbeiterstandes seine Lebens-bedürfnisse auf diesem Wege bezieht. In London besitzt die Grofshandels-genossenschaft eine Theeniederlage mit allein 7 Millionen Mark Umsatz,365882 £.