Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
356
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dafs Begeisterung weit entfernt phantastisch und unprak-tisch zu sein von allen Dingen dieser Welt die meisten

Erfolge aufweist; sie ist das praktischste aller Dinge.

Wenn sie zwar nicht der Führer ist, so ist sie doch dieTriebkraft" Worte der Genossenschafterin Fräulein Sharpaus einer auf dem Kongrefs zu Plymouth 1886 gehaltenen Rede.

Der erste Zweck aller genossenschaftlichen Erziehungs-bestrebungen ist also,den cooperativen Glauben" zu ver-breiten. Dies auch ist in gleicher Weise der Zweck jener ge-selligen Vereinigungen, indem die Genossenschafter, wie jedederartige Gemeinschaft, empfinden, dafs nichts die Stärkeeines Glaubens so sehr vermehrt, als der Ausdruck desselbenin gemeinsamer Versammlung.Die Notwendigkeit führteviele alte Genossenschafter dazu, das Genossenschaftswesenzu studieren; aber der anwachsende Gewinn, welcher aus die-sen Studien herrührte, veranlafste viele junge, sich wenigerum dieselben zu bekümmern. Aber wenn die Jungen dieBedeutung und die Ziele der Bewegung in sich nicht er-fassen, woher sollen wir dann unsere künftigen Leiter undGeschäftsführer nehmen? Nach unserer Meinung dürfte esfür jede Gesellschaft sich einträglich erweisen, zum mindesten2 1 /a Prozent ihres Reingewinns Erziehungszwecken zu opfern.Wenn sie auch ohne das Erfolg haben, so geschieht dies nur,weil die ältere Generation noch lebt. Aber wenn sie nichtlänger die Geschäfte führt, dann wird eine solche Gesellschaftgrofse Gefahr laufen" L

Das gewöhnlichste Mittel, welches die Vereine für ihreErziehungszwecke anzuwenden pflegen, ist die Errichtung zu-nächst einer Bibliothek und eines Lesezimmers. In letzte-rem ist natürlich die genossenschaftliche Litteratur vorhanden,

1 Wholesale Almanac 1883.