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ich bei ihnen einen jungen Rechtsanwalt, welcher dicht anden Thoren der Docks auf eigene Kosten ein kleines Hausgemietet und für einen Knabenverein hergerichtet hat; wäh-rend er am Tage in der Stadt, d. h. den westlichen TeilenLondons seinem Berufe nachgeht, widmet er seine Abendejenen der Strafse und den Schenken preisgegebenen Knaben.Auch ein Wochenblatt hat die Christ-Church Mission gegrün-det, in welchen sie durch belehrende und unterhaltende Auf-sätze die gewöhnliche Schmutzlitteratur zu verdrängen sucht,welche so viel zur Entsittlichung des Armen beiträgt.
3. In letzter Linie aber hat Pusey durch die Neugrün-dung der geistlichen Orden social gewirkt. VonMännerorden besteht nur der St. Johannes des Evangelistenmit dem Sitze zu Cowley. Die Thätigkeit der „Cowley-Väter" erstreckt sich aufser auf äufsere Mission in Indien auchauf innere Mission in den englischen Grofsstädten. Wichtigersind die Frauenorden, von denen zweiundzwanzig „Schwester-schaften" heute bestehen. Die älteste ist die SchwesterschaftSt. Johannis des Täufers mit dem Sitze zu Clewer. DieseGemeinschaft, aus einem Heim für gefallene Weiber hervor-gegangen, nahm 1852 die Form eines religiösen Ordens an.Die eintretenden Schwestern haben ein Noviziat von zweiJahren durchzumachen; alsdann werden sie in feierlicherWeise durch den Bischof der Diöcese zu ihrem Leben derSelbstaufopferung geweiht („professed"). Der Orden hatfortwährend an Zahl zugenommen, sodafs er heute seineThätigkeit auf das gesamte Gebiet der Armenpflege erstreckt.Schon Lowder haben die Schwestern von Clewer bei seinemMissionszwecke Beistand geleistet, den sie nunmehr auf dieChrist-Church Mission übertragen haben.
Auch die übrigen „Schwesterschaften" scheinen sich alslebensfähige Einrichtungen zu erweisen. Aufser Erziehung ist