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1 (1890)
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nannten, zugleich der Verfasser heute vergessener Gedichte,sang damals:

In many a manor, yet uncursed by trade,

Bloom Faith and Love all lightly in the shade".

(In manchem Herrenhause, noch unentweiht von der Industrie,Blühen Glaube und Liebe hell im Schatten.)

Soweit diese Romantiker überhaupt an die Gegenwart dach-ten, so war für sie die Kirche die älteste und höchste Machtin der Gesellschaft.Die Gewalt empfing der Staat im Be-ginn seiner Mittagszeit frisch von der Kirche der gläubigenund der geglaubten", (aus einem Gedichte des Lord Manners).Neben der Kirche war die von einer glänzenden Aristokratieumgebene Krone ihr Ideal. Der durch die Industrie herbei-geführten Schwierigkeiten glaubten sie dadurch Herr werdenzu können, dafs sie dem Fabrikherrn eine ähnliche Schutz-gewalt über seine Arbeiter gewährten, wie sie der Gutsherrüber seine Hintersassen besessen hatte. Alle Versuche derArbeiter, sich selber zu helfen, insbesondere Arbeitsausständeund Gewerkvereine, waren ihnen ein Greuel, eine Auflehnunggegen den von Gott eingesetzten Obern. Die Kirche, dieKrone, die Aristokratie, wie die Fabrikherren sollten sichalmosenspendend zu den Armen hinab neigen, für das Volkalles, aber nichts durch das Volk geschehen.

Ehrgeizig waren diese Herren nicht. In der gotischenArchitektur ihrer Kollegien und Landsitze lebten sie ein be-quemes Leben der Verehrung des Mittelalters und der Frauen.Höchst wahrscheinlich hätte man von ihnen als einer politi-schen Partei nie gehört, hätte es nicht einer der schlauestenund zugleich der ehrgeizigsten Menschen des Jahrhundertsverstanden, sie zur Stufe zu machen, um sich zur Herrschaftüber ei n Weltreich emporzuschwingen: Benjamin D i s -r aeli.