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nationalen Produktion zu sein, — Güter freilich, die durchGesetzgebung nicht zu dekretieren sind, die durch Revolutionherbeiführen zu wollen eitel, deren Verwirklichung nur voninnerlicher Entwicklung des Menschen zu erwarten ist.
n.
John Ruskin und Arnold Toynbee .
Auf die erste Welle der Universitätsbewegung folgt einezweite, welche vielleicht nicht so hoch geht als die erste,d. h. die unter ihrem Einflufs stehenden Menschen nicht sovöllig erfafst, wie die hochkirchliche Richtung ihre Anhänger,welche aber dafür viel weitere Kreise, ja in gewissem Sinnedie gesamten gebildeten Klassen der Nation ergreift. Diesezweite Bewegung ist eine der wichtigsten Erscheinungen aufsocialem Gebiet und hat auf das bedeutungsvollste zur Ver-söhnung der sich gegenüberstehenden Gesellschaftsklassen bei-getragen. Während sich bei der ersten die Universitäten le-diglich als Heimstätten der Tradition erweisen, bewähren siesich nunmehr als Sitze des modernen Denkens und nationa-len Geisteslebens.
Mehr als zwei Jahrzehnte liegen zwischen der erstenund zweiten Bewegung. In jene Zwischenzeit fällt die Aus-breitung der Carlyleschen Gedanken. Henri Taine , welcherEnde der sechziger Jahre England besuchte und sich einigeZeit in Oxford aufhielt, erklärt, dafs damals über die jungeGeneration keiner solchen Einflufs besessen habe wie Carlyle.Damals erst gelangte er zu der allgemeinen Bedeutung, welcheihm den Namen „des beherrschenden Geistes der viktoriani-schen Aera" verschafft hat. In jenen Jahren erschütterte Car-lyle die utilitarische Weltanschauung, die bis dahin das Den-