eher selber auf Kantischer Grundlage stand, wurde dieselbeToynbee vermittelt. Toynbees Standpunkt wurde damit, umin Carlyleschem Ausdruck zu reden, ein positiver und bliebdabei ein wissenschaftlicher. Die Universitätsbewegung, welcheden Namen Toynbees trägt, ist um deswillen wichtig, als bis-her diejenigen gebildeten Männer, welche die orthodoxen For-men des Kirchenglaubens verliefsen, in England ausschliefslichin das utilitarische und materialistische Lager getreten waren,während nunmehr an deren Stelle für weite Kreise sociale An-schauungen treten — ein Übergang, welcher, wie Carlyle be-hauptete, wie das Beispiel Toynbees beweist, ohne vielleichtentfernte und unbewufste, aber doch vorhandene deutscheGrundlage unmöglich war.
Greens Standpunkt war, in aller Kürze charakterisiert,etwa folgender. Der Glaube — an sich nicht sowohl demGebiet des Intellektes als des Willens angehörig — kannnicht abhängen von Ereignissen, die in der Vergangenheitgeschahen, deren Annahme, mag sie historisch gut oder schlechtbegründet sein, von einem rein verstandesgemäfsen Vorgangabhängt, dessen Endergebnis mit den Mitteln der Erkenntniswechseln kann. Dieses nun verkennend gehen heute vielein das Lager des Utilitariertums über, den Glauben mitseiner äufseren Form verwechselnd, welche Gegenstand dermodernen Kritik ist. Nicht sowohl die leidenschaftlichen An-griffe Weniger gegen den alten Glauben als die Gleichgültig-keit der Massen gegen jeden Glauben, der zur Grundlage derGesellschaft werdende Individualismus ist nach Green heute dieGefahr. Seine Angriffe gegen das Utilitariertum baut Greenauf Kantische Gedanken, deren Idealismus er teilt, nicht ohneMifsverständnisse jedoch und Rückkehr zu dem von Kant füralle Zeiten beseitigten, spekulativen Standpunkt. Dessen viel-leicht bewufst, giebt er zu, dafs man heute in einer „Periode