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englischen Positivismus in dem gegebenen Rahmen darzustel-len, nicht anders als unzulänglich zu lösen ist. Ist docheinerseits das schwierige System Comtes nicht als bekanntvorauszusetzen, während andererseits auf die Stellungnahmeder englischen Positivisten zu den socialen Problemen derGegenwart der Hauptnachdruck zu legen ist. Bei der Schwie-rigkeit der Aufgabe schien mir jedes Einmischen von Kritikverwirrend; daher ich so objektiv wie möglich darstelle.Meine Darstellung geht den entgegengesetzten Weg als dievon J. St. Mill gegebene. Während dieser die damals ebenaufgetretene Philosophie A. Comtes darstellt, versuche ich dieAuffassung, welche dieselbe bei den heutigen englischen Posi-tivisten findet, wiederzugeben. Daher konnte Mill mit dentheoretischen Aufstellungen des Positivismus beginnen, umdamit zu endigen, dafs dieselben auch Anspruch machten, Re-ligion zu sein; für mich dagegen war dieser letztere Punktzuerst hervorzuheben war, weil er für die Positivisten daswichtigste ist. Während Mill auf die Lächerlichkeiten, welcheden späteren Aufstellungen Comtes anhaften, eine grelle Be-leuchtung wirft, können wir dieselben übergehen, da sichdie heutigen Positivisten ihnen ebensowenig versehliefsen, wiejeder unbefangene Leser, aber die Grundlehren für durch sieunberührt erklären.