Wicklung von Einflufs und in ihren Wirkungen unsterblichnur die ansehen könne, welche ihr Leben wirklich, sei esbewufst oder unbewufst, mehr als Organe denn als Individuengelebt hätten 1 .
Aber der Zusammenhang der Einzeldasein erstreckt sichnicht nur auf die Gegenwart, sondern in gleicher Weise indie Vergangenheit und die Zukunft. In den Erscheinungendes Gesellschaftslebens überwiegt mehr und mehr der Ein-flufs der Vergangenheit den der Gegenwart. Dieser Zusam-menhang ist es, welcher den Menschen vor allen anderenLebewesen auszeichnet. Auch bei manchen Tieren findensich Ansätze zum Gesellschaftsleben; aber der Mensch alleinkann jenes Zusammenwirken unzähliger Generationen sowohlbegreifen wie verwirklichen. „Unsere Abhängigkeit von derVergangenheit, noch mehr als die von der Gegenwart lehrtuns, dafs das einzig wahre Dasein das Gesamtdasein des Ge-schlechtes ist 2 ."
In das unergründliche Dunkel der Vergangenheit gehüllt,steigt dieses Gesamtdasein vor unseren Blicken hinauf, um-fafst die vielgeteilte Gegenwart und verliert sich in den Fer-nen der Zukunft. Der Teil desselben, den wir am bestenkennen, der für die meisten das umschliefst, was wir ammeisten geliebt und von dem wir die gröfsten Wohlthatenempfangen haben: die Vergangenheit verlangt nicht mehrunseren Dienst, sondern nur unsere Liebe. Wohl wenigewaren wie Comte so durchdrungen von Ehrfurcht vor derVergangenheit; anders als die meisten Philosophen war esauch in seinen Schriften überall sein Streben, anzuknüpfen