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Unabhängigkeit und Selbstregiening für Irland . (Dr. Congreve:„Ireland a new selfruling unit".) Im Anfang seien sie ganzallein gestanden, als Utopisten und Fanatiker verschrieenworden. Aber sie seien nur der Durchschnittsmeinung ihrerZeit voran gewesen. Denn heute sei ihre Forderung Schlacht-ruf einer grofsen, politischen Partei, „des gesamten aufgeklärtenTeiles der Nation". Besonders aber seien die Arbeiter aufihrer Seite, während der Widerstand von den besitzendenMittelklassen ausgehe. Der Grund aber, welcher die Arbeiterin ihrer Stellungnahme zur irischen Frage bestimme, sei nichtder, dafs die Selbstregierung Irlands nützlich und heilsam fürEngland , sondern der, dafs das heutige System sittlich ver-werflich, „ungerecht", wie sie sagen, sei.
Gerade auf dem Gebiete der auswärtigen und irischenPolitik zeigt sich nach Ansicht der Positivisten, dafs sie selberdie Vorkämpfer dessen seien, was die liberale Partei späterzu ihrem Programm zu machen pflege. Dies aber sei demwachsenden Einflui's des Arbeiterstandes auf die Richtung desheutigen Radikalismus zuzuschreiben. Freilich seien heute nurerst beschränkte fortgeschrittene Teile des Arbeiterstandes weitgenug, um positivistische Anschauungen anzunehmen. DasBestehen der grofsen Staaten, welche mit Gewalt Angehörigeder verschiedensten Denkstufen zusammenbänden, wirke derEntwicklung hinderlich.
Daher begrüfsten die Positivisten den Gedanken der PariserKommune , den Arbeiterstand von der reaktionären Herrschaftder Provinzen zu befreien 1 . In der That bestand ein Zu-sammenhang zwischen jener Bewegung und den von Comteaufgestellten Lehren. Wenn die Kommune „eine neue posi-tive, experimentelle und wissenschaftliche Ära" verhiefs, so
1 Vergl. Fortniglitly Review. N. S. S. 557 ff.