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Teil der Revolution, welcher sich 1848 in Frankreich bereitsangekündigt hat, wird die sociale sein. Sie geht aus vonden arbeitenden Klassen, welche einzusehen heginnen, dal'spolitische Rechte an sich nicht das Endziel sind, dafs vielmehrdie sogenannte „Frage des Eigentums" weit wichtiger sei,d. h. die Frage, wie der Besitz des Einzelnen zu Gunstender Gemeinschaft zur Anwendung gebracht werden könne.Das Problem, welches damit aufgestellt werde, sei dasselbe,welches der Positivismus für das wichtigte der Gegenwart er-kläre, und das Comte bereits in folgender Weise formulierthabe: „la richesse est sociale dans sa source et doit l'etre aussidans son application". Es beziehe sich dies nicht nur, wiedie Kommunisten und Socialisten meinen, auf den Besitz ankörperlichen Gütern, sondern auf jeden Besitz, z. B. auch dendes Talentes. Denn in allen Formen sei der Besitz ein Er-zeugnis der gesellschaftlichen Zustände, aus denen der Ein-zelne hervorgewachsen sei. Ohne Mitwirkung der Gesellschaftsei er nicht zu erzeugen, geschweige denn zu übertragen undsei daher nicht ein persönliches, nach Belieben auszuübendesRecht, sondern vielmehr eine sociale Funktion. Insofern, alsder Kommunismus und Socialismus dieses Problem, zwar nochin beschränkter Form, aufstellt, erkennen ihn die Positivistenals „Fortschritt des revolutionären Geistes in gesunder Rich-tung" 1 an; daher nehmen sie an, dafs er in Zukunft bedeu-tend an Ausdehnung und Einflufs zunehmen werde, in demGrade nämlich, als die arbeitenden Klassen die Erfahrungmachen, dafs ihnen die politischen Veränderungen nichtsnützen.
Die Lösung dagegen, welche die Kommunisten vorschlügen,