unterdrücken zu wollen. Er verkenne damit die ungeheureÜberlegenheit des socialen über den thierischen oder mensch-lichen Einzelorganismus: der letztere bestehe aus physischverbundenen, der erstere aus freien, sittlich verbundenenEinheiten. Es handle, sich darum, den Individualismus unter-zuordnen, nicht zu zerstören. Zwar habe das heutige in-dustrielle System seine Organisierung noch nicht gefunden;aber der Keim einer solchen liege sicherlich in der spontaneingetretenen Differenzierung zwischen Unternehmer und Ar-beiter; darin jedenfalls bestehe die Stärke der Industrie, dafs siepersönlichem Regiment, nicht einer parlamentarischen Schein-gewalt untergeordnet sei. Es handle sich nicht darum, denArbeitgeber abzuschaffen, im Gegenteil das produzierendeKapital zu konzentrieren, indem es so eher in der Lage sei,die gerechten Ansprüche der Arbeiter zu befriedigen. DieZukunft gehöre dem „Feldherrn der Industrie" (captain ofindustry), dem Führer und Sorger für seine Leute. Sei docheinst auch nur die Person des Nelson, nicht ein unpersön-liches Admiralitätsamt, imstande gewesen, den Soldaten Be-geisterung einzuflöfsen L
Wie sehr sich so der Positivismus von den socialistischenund kommunistischen Richtungen unterscheidet, so begrüfster sie als Vorläufer seiner eigenen Ausbreitung. FolgendeGesichtspunkte kommen hier zur Geltung:
1. Das Problem der Gegenwart: Anwendung des per-sönlichen Besitzes zum allgemeinen Besten d. h. Unterord-nung des heute frei schaltenden Individualismus unter dasInteresse der Gemeinschaft, ist, abgesehen vom Positivismus,niemals in so scharfer Weise aufgestellt worden, wie von jenen