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jüngeren Peel, das es bekämpfte. So hatten sich die Zeitengeändert. Sämtliche Vertreter der wichtigsten IndustrieorteLancashires, d. h. nach dem damaligen Wahlsystem die Ver-treter der dortigen Arbeitgeber, liberal oder radikal in ihrenpolitischen Ansichten, waren jetzt auf Seiten der Fabrikgesetz-gebung; aufser John Fielden thaten sich besonders die Par-lamentsmitglieder Botherton für Salford und Hindley fürAshton hervor, welche selber grofse Baumwollenfabrikantenwaren.
Die Agitation für das Zehnstundengesetz hat auf das ein-flufsreichste die Einlenkung der soeialrevolutionären Bewegungin friedliehe Bahnen befördert. In jenen stürmischen Versamm-lungen, welche während der dreifsiger und vierziger Jahre inden Industriebezirken Nordenglands von den Vertretern desArbeiterschutzes gehalten wurden, begegneten sich zum erstenMal Arbeiter und Arbeitgeber auf dem Boden gemeinsamenInteresses. Mochte die Sprache seitens der Arbeiter häufignoch heftig sein und noch mehr die ihrer nicht dem Ar-beiterstande angehörigen Führer, so war doch der Gegen-stand, um den es sich handelte, für die Arbeiter zu sehrvon Lebensinteresse, als dafs sie sich hätten fern haltenkönnen, wie es einer soeialrevolutionären Politik entsprochenhätte. Bei einer dieser Gelegenheiten zu Leeds am 9. Sep-tember 1837 drückte ein Redner, der Reverend Stephens, dieBedeutung der Versammlung dahin aus, dafs sie nach bisherherrschendem Klassenkampfe zum ersten Male „eine Zusammen-kunft von Spinnereibesitzern, Aufsehern und Arbeitern dar-stelle, welche über die gemeinsamen Interessen aller beratenwollten". In der Bewegung zu Gunsten des Zehnstundentageswurde so weit mehr als in der nebenhergehenden für Ab-schaffung der Konizölle, der Grund zu jenem Bündnisse zwi-schen den Liberalen, d. h. den Arbeitgebern und den Arbeitern