Druckschrift 
2 (1890)
Seite
237
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Aber die Zeiten waren seit 1825 andere geworden. DieGewerkvereine verlangten selbst eine möglichst eingehendeUntersuchung ihrer Verhältnisse, welche darthun würde, dai'ssie mit jenen Verbrechen nichts gemein hätten. Infolge des vonCarlyle ausgegangenen Anstofses waren damals den Arbeiterngewichtige Verteidiger erwachsen, so der GenossenschafterThomas Hughes und vor allem der Positivist Frederic Harrison .Sie brachten die Ansicht zur Geltung, dafs die Gewerkvereineweit entfernt die Freiheit des einzelnen aufzuheben, den Ar-beiter erst freimachten, d. h. ihn in die Lage brächten, an derFestsetzung der Arbeitsbedingungen wie ein anderer Verkäufermitzuwirken, dafs sie erst die Voraussetzungen schüfen, vondenen die Nationalökonomie bei Behandlung des Arbeitsver-hältnisses ausgehe, dafs es daher die schreiendste Ungerechtig-keit sein würde, wenn man sie unterdrücken wolle, eine Un-gerechtigkeit, die auch nur zu versuchen England von einemEnde zum andern in den blutigsten Bürgerkrieg stürzen würde,den es jemals gegeben habe. Dabei zeigten sie, dafs in denGewerkvereinen die Keime für eine Neuordnung der Industriegegeben seien, welche an Stelle der bestehenden Anarchietreten werde, und dafs, wo vereinzelt ein gewaltthätiger Geistnoch in ihnen lebe, dies die Folge der bisherigen Unterdrückungsei. (Vergl. Bd. I, S. 421, Bd. II, S. 68.) Dazu kam dannnoch das Werk von Thornton und im Anschlufs an ihn dieBekehrung von John Stuart Mill .

In den Verhandlungen über die einzusetzende Kommissiontraten Ansichten zu Tage, welche auch auf Seiten der Ar-beitgeber, und unter ihnen der besonders hervorragenden,einen ungeheuren Fortschritt gegen die Debatten der Jahre1824 und 1825 bekunden. So vertrat bereits ein Grofs-industrieller und Arbeitgeber von 5000 Arbeitern, Sir FrancisCrofsley, den Standpunkt, welcher allein die Grundlage des