{
)
— 317 —
Schwankungen des Rohstoffes und des fertigen Erzeugnisses,wie sie sich über die ganze Welt vollziehen. Die Regale, welchedie Wände jener den Arbeitervereinen gehörigen Geschäfts-zimmer bedecken, sind mit Handelsstatistik gefüllt. Alljährlichpflegen die Vereine als Ergebnis dieser Erhebungen in ver-traulicher Mitteilung ihren Mitgliedern einen Bericht überden Stand des Gewerbes zu unterbreiten, wie mir ein solcherseitens der Webergesellschaft von Nord-Ost-Lancashire vor-liegt. In diesen Berichten spielt insbesondere das Auf- undNiederschwanken der „margin" benannten Zahl die Haupt-rolle. Dieselbe ergiebt sich als Differenz des Preises derBaumwolle (aus den 5 leitenden Arten berechnet), des Preisesdes Garnes (aus 11 leitenden Klassen berechnet) oder desPreises des Kalikos (aus 23 leitenden Klassen berechnet).Es ergeben sich damit zwei Reihen von „margins", die derSpinner und die der Weber, welche das gegenseitige Verhält-nis des Standes der beiden Industrien darstellen.
Diese Untersuchungen aber haben eine Folge von gröfsterWichtigkeit. Ihre Wirkung ist die, dafs die Führer der Ar-beiter Forderungen nur dann stellen, wenn sie sicher sind,dieselben durchzusetzen, dagegen den Forderungen der Arbeit-geber freiwillig nachgeben, wenn sie ihre Unabwendbarkeit unddie Aussicht erfolglosen Widerstandes einsehen. So warntz. B. der oben erwähnte Bericht die Weber davor, zur Zeitden Arbeitgebern gegenüber unnachgiebig aufzutreten; wäh-rend nämlich 1886 die Weberei mehr als den Durchschnitts-gewinn gemacht habe, so sei augenblicklich (1888) die Spin-nerei ihr gegenüber im Vorteil. Dies Verhältnis wird darauserklärt, dafs die Maschinerie in der Weberei während derletzten Jahre mehr als in der Spinnerei zugenommen habe;voraussichtlich werde in kurzer Zeit wieder das Gegenteil ein-treten, indem augenblicklich sich das Kapital in die Spinnerei